Straßenkreuzer Uni: “Durch Bewegung zur Balance” – so war’s

Wie Bambus im Wind, so sollen sich die Schüler auf der Wiese im Stadtpark bewegen. Sanft mit dem Körper nach hinten rollen und die Arme nach vorn schieben. Spüren, wie zuerst die Schulter sich öffnet, dann der Ellenbogen und schließlich das Handgelenk. Qi Gong-Lehrer Rüdiger Schramm (Foto) hat bewusst einfache Übungen ausgesucht, um die 20 Frauen und Männer der Straßenkreuzer Uni mit der chinesischen Bewegungs- und Gesundheitslehre bekannt zu machen. Das Wichtigste: in die Weichheit gehen. Fließende Bewegungen sollen die Muskeln und Sehnen lockern, so Blockaden lösen und den Energiefluss anregen. „In der heutigen Zeit haben wir alle viel Stress und spüren oft gar nicht mehr, was mit unserem Körper los ist“, sagt Rüdiger Schramm. Er führt beispielsweise Übungen vor, die verspannte Schultern lockern und die erschöpfte Leber wieder auf Trab bringen können. Für die Anfänger der Straßenkreuzer Uni ist das alles neu und ziemlich anstrengend. Denn die ungewohnten Bewegungen müssen vom Gehirn zunächst verarbeitet und abgespeichert werden, bevor viel Üben irgendwann zum Ziel führt: So biegsam und elastisch zu werden wie Bambus – und so stark.

 

[gk]