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Ort der Weltgeschichte

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Nicht Rache üben wollten die Alliierten, als sie 1945 die führenden Männer des Nationalsozialistischen Staates vor Gericht stellten.

Vielmehr sollte in den Nürnberger Prozessen die Schuld am Angriffskrieg, Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in einem regulären Gerichtsverfahren festgestellt werden.

Henrike Claussen, die Leiterin des Memorium Nürnberger Prozesse, zitiert bei ihrer Führung für 24 Hörer der Straßenkreuzer Uni den amerikanischen Chefankläger Robert H. Jackson: „Dass vier große Nationen (…) ihre gefangenen Feinde freiwillig dem Richtspruch des Gesetzes übergeben, ist eines der bedeutsamsten Zugeständnisse, das die Macht jemals der Vernunft eingeräumt hat.“

Wer die Angeklagten waren, wie das Verfahren ablief und vor allem welche Linien von Nürnberg zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag führen, erfuhren die Teilnehmer am historischen Ort. Sogar den Verhandlungssaal, der noch heute als Schwurgerichtssaal dient, konnten sie besichtigen.

25/11/2015