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Lohnen gemeinsame Werte?

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Damit ein Mensch wie ein Mensch leben kann, sagt Barbara Lochbihler, muss er frei von Not sein und frei von Furcht.

Diese Grundbedingungen, auf denen alle Menschenrechte fußen, stellt die Europaabgeordnete an den Beginn ihres Vortrags in der Straßenkreuzer Uni im Südstadtforum.

Sie ist ausgewiesene Expertin: Zehn Jahre lang war sie Geschäftsführerin von Amnesty International in Deutschland, bevor sie 2009 ins Europäische Parlament gewählt wurde. Auch dort sind Menschenrechte ihr Thema.

Diese einzuhalten, haben sich die 28 Staaten der Europäischen Union verpflichtet – und jetzt stellt die Flüchtlingskrise stellt die EU vor eine Zerreißprobe und ihre Solidarität mit Notleidenden auf die Probe. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so rapide runtergeht“, gesteht Barbara Lochbihler.

Die Grünen-Abgeordnete zitiert eine Rede von Kommissions-Präsident Juncker, der alle Staaten mahnte, sich zu erinnern, dass  „wir ein Kontinent der Aus- und Einwanderung sind“. Sie ist überzeugt, dass die aktuelle Grenzschließungs-Politik der EU das Problem allenfalls verschiebt.

„Die Flüchtlinge sind nicht dumm oder lebensmüde, sie sind verzweifelt.“ Zäune würden Menschen, die vor Krieg und Not fliehen, kaum aufhalten.

18/12/2015