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Immer her mit dem Grusel

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Ich biete Dir die Kehle dar… So beginnt Robert Gernhardts Gedicht „Bei Vampirs“. Tatsächlich ist der Vampir eines der Hauptmotive des Horrors, neben Zombies, wildgewordenen Dinosauriern und Riesenspinnen. Aber wo kommen diese Monster überhaupt her?

Aus der Nacht, aus der Kindheit und – so erklärt es der Filmjournalist Herbert Heinzelmann vor 29 Hörern der Straßenkreuzer Uni im Eckstein – aus der Wiege der Menschheit.

Der Vampir – der slawische Wortstamm bedeutet „geflügelte Wesen“ – verkörpert gleich mehrere. Nicht Mensch, nicht Tier, nicht mehr lebendig aber auch nicht tot und dabei erotisch durchaus anziehend, regen die Blutsauger die Phantasie auf vielen Ebenen an. Längst ist die Volksmythologie ein Teil unserer Popkultur geworden, wie Filmserien und Bestseller wie die Twilight-Saga beweisen.

Die Angst und auch die Lust an Monstern, sagt Herbert Heinzelmann, „die haben wir in uns“. Was tun? „Die Monster dürfen einen nicht quälen und so lange sie uns einigermaßen unterhalten, spricht nichts dagegen, sich wohlig zu gruseln.“

08/12/2015