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Hört das mal auf?

uni10122014

Sie ist das vielleicht letzte Tabu: die Sexualität im Alter. „Der soll ans Sterben denken, nicht an Sex“, hat einmal eine Klientin von Simone Hartmann über ihren alten Vater gesagt.

Dabei ist Sexualität ein Grundbedürfnis des Menschen, erklärt die Sexualberaterin beim Besuch von 23 Hörern der Straßenkreuzer Uni bei Pro Familia so engagiert wie eingängig.

Sie begleitet uns ein Leben lang, von der Geburt bis zum Tod. Sexualität setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Identität, Beziehung, Lust und Fruchtbarkeit. Sie sind individuell ausgeprägt, so wie das sexuelle Bedürfnis bei jedem Menschen verschieden ist und sich über den Lebenslauf verändert.

Streicheln, Küssen, Selbstbefriedigung, Geschlechtsverkehr und andere Sexualpraktiken – alles gehört dazu und ist okay, wenn es für die Beteiligten okay ist. Selbst keine Lust (mehr) zu haben, ist erlaubt, sagt Simone Hartmann.

Oder das Gegenteil. Auch im Altersheim wünschen sich manche Senioren noch Berührung oder haben Lust auf einen Orgasmus – auch wenn das dem Bild der Medien widerspricht, nur schöne junge Menschen hätten Sex.

10/12/2014