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Der große Unterschied

uni02122014

Was den Menschen vom Tier unterscheidet? Wenig. „Es gibt kein Alleinstellungsmerkmal des Menschen“, sagt Tiergartendirektor Dag Encke.

Irgendwo in der Natur findet sich eine Art, die das Gleiche und vielleicht sogar besser kann. Sprache, also Kommunikation, beherrschen sogar Akazien, wenn sie sich vor Giraffen warnen.

Intelligenz? Jedes Ameisenvolk ist so effektiv wie unser Gehirn. Krankenpflege? Beherrschen die in Erdhöhlen lebenden Zwergmangusten perfekt, denn wenn weniger als sechs Tiere zusammenleben, stirbt die Gruppe aus. Werkzeuge? Benutzen auch Darwinfinken und sogar Meeresschildkröten.

Zudem hat jedes Tier Persönlichkeit: Silberrücken Fritz beispielsweise findet die schöne Äffin Lena zum Gähnen. Diese Beispiele haben Dag Encke und sein Stellvertreter Helmut Mägdefrau für eine exklusive Führung für zwei Hörer-Gruppen der Straßenkreuzer Uni im Tiergarten herausgesucht.

Aber einen Unterschied gibt es vielleicht doch. „Wir Menschen sind die einzigen, die Verantwortung tragen für alles, was uns umgibt“, sagt Dag Encke. Bestes Beispiel: Menschen haben die niedrigste Rate von Mord und Totschlag innerhalb der eigenen Art. Selbst die sanftmütigen Gorillas töten zehn Prozent ihrer Artgenossen.

02/12/2014