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Wenn Arbeit billig ist

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Dass er mehr mit Menschen statt über sie reden will, hat sich Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, fest für 2014 vorgenommen. Als Dozent der Straßenkreuzer Uni tut er genau dies:

Er diskutiert mit 32 Hörern über Niedriglöhne und die Arbeitssituation insgesamt. 4,3 Millionen Menschen sind Geringverdiener, 900.000 können von ihrem Lohn nicht leben – während die, die gut bezahlt werden, immer mehr verdienen.

„Ich bin der Meinung, wir haben dort Korrekturbedarf“, sagt Alt im Christine-Kreller-Haus der Stadtmission. Er verweist auf den Koalitionsvertrag und den vereinbarten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Brutto. Heinrich Alt hält diese allgemeine Lohnuntergrenze für einen Fortschritt. Schließlich hätten 25 der 27 EU-Länder den Mindestlohn.

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung belege zudem am Beispiel der Wäschereien,  dass keine Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Für noch entscheidender allerdings hält der Arbeitsmarktexperte gute Bildung und gegebenenfalls Nachqualifizierung.

Er lässt Zahlen sprechen: Ein Facharbeiter verdiene im Leben 300.000 Euro mehr als ein Ungelernter.

08/01/2014