Wunschraum Wohnen

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Das ideale Haus? Gibt es gar nicht, sagt Professor Matthias Loebermann. Denn das Wohnen orientiert sich an Bedürfnissen, und die verändern sich mit den Lebensumständen.

Ob jung oder alt, Single oder Familie, mit wenig Zeit oder viel Besitz und nicht zuletzt das Klima – all das spielt hinein. Wirklich wichtig sind nur die Waschgelegenheit, ein Kochplatz und natürlich das Bett.

Das alles – plus Arbeitsecke und Esstisch! – lässt sich auf drei mal drei Metern unterbringen, wie Loebermanns Studenten schon bewiesen haben.

Aber, warnt der für seine Design-Ideen ausgezeichnete Architekt vor 21 Hörern der Straßenkreuzer Uni im Südstadtforum: Wenn der persönliche Raum so beschränkt ist, muss großzügiger sozialer Außenraum – also Begegnungsmöglichkeiten mit anderen, Infrastruktur für Körper- und Wäschepflege und Natur – einen Ausgleich schaffen. Sonst hielte das kein Mensch aus.

Immerhin: 1,2 von sieben Milliarden Menschen auf der Welt haben nur zwei Quadratmeter zur Verfügung, in Deutschland sind es pro Kopf 36.

07/11/2013

Das kann ich: Rund ums Rad

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Einfach mal reinstechen! Den Plattfuß machen die Hörer der Straßenkreuzer Uni selbst. Bohren den Nagel in einen Schlauch, den sie dann fachmännisch reparieren. „Die Zeit läuft“,  spornt Matthias von der Desi-Fahrradwerkstatt an.

Fünf Werkstattmänner und Werkstattfrau Gaby haben vier Stationen aufgebaut, an denen zehn Hörer Wissen auffrischen können und selbst zu Schraubenschlüssel und Reifenheber greifen müssen.

Reifen, Licht, Schaltung und Bremse – kurz das verkehrssichere Fahrrad steht im Fokus des ersten Teils der Arbeitsgruppe „Das kann ich“. Wertvolle Tipps inklusive. So ist der Hochdruckreiniger für Räder verboten, denn er spült das Fett weg und den Schmutz in die ausgeklügelte Mechanik hinein.

Und beim Licht, sagt Werkstattmann Wolfgang, „ist alles eine Kontaktfrage“. Bei den Teilnehmern jedenfalls hat’s gefunkt, sie haben die Angst vor einer Reparatur verloren. Klar, das können sie!

22/10/2013