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Auf Kante genäht

uni140114

Es hat mich nachdenklich gemacht, schreibt eine Hörerin nach dem Vortrag von Maik Pflaum. Der Aktivist der Kampagne für saubere Kleidung, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung einsetzt, hat über die Zustände in der Textilindustrie berichtet.

Egal, ob El Salvador, Thailand oder Kambodscha: Die Näherinnen dort arbeiten im Akkord und können von Hungerlöhnen kaum leben.

0,4 Prozent beträgt der Lohnanteil an einem Sportschuh – für die Werbung sind dagegen 8,5 Prozent reserviert. Vor 26 Hörern in der Wärmestube erläutert Maik Pflaum die Mechanismen: Große Marken produzieren nicht mehr selbst, sie geben Aufträge an die günstigsten Hersteller, durch schnell wechselnde Kollektionen und kurze Lieferfristen steigt der Druck in den Fabriken.

Viele Textilarbeiter leben wie Sklaven. Was tun? Maik Pflaum verweist auf die Fair Wear Foundation, deren Mitglieder Grundbedürfnislohn zahlen, und auf kleine, feine Hersteller. Diese Shirts und Hosen kann nicht jeder zahlen.

Aber es helfe auch, sparsam mit Kleidung umzugehen – etwa, indem man Gebrauchtem in Secondhand-Läden und Tauschbörsen ein zweites Leben schenkt.

14/01/2014