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Der Traum von Freiheit

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Noch eins möchte Ivona Papak klarstellen: „Asyl genießen wir nicht, wir kämpfen darum.“ Die 35-Jährige ist vor 20 Jahren vor dem Krieg in den Staaten des ehemaligen Jugoslawien geflohen.

„Europa war so schockiert wie wir selber“ erinnert sie sich an die Ankunft in Deutschland. „In den ersten Tagen haben wir gedacht, wir müssen uns verstecken, irgendwie überleben – und wir waren sicher, dass wir zurückgehen.“

Ivona Papak blieb – und diskutiert mit Manfred Schmidt, dem Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), in der Straßenkreuzer Uni über Asyl, Zuwanderung und Integration.

28 Hörer lernen im Haus Großweidenmühle viel Neues und können mit Gewissheiten aufräumen. Von 300.000 Menschen, die im vergangenen Jahr nach Deutschland kamen, stellt Manfred Schmidt klar, sind die meisten Arbeitsmigranten aus Europa. Polen, Rumänen, Ungarn an der Spitze. Asyl beantragten 77.000 Menschen, anerkannt wurde ein knappes Drittel.

Die meisten Flüchtlinge kommen nach Deutschland, so hat das BAMF erforscht, weil hier Familienangehörige leben – und weil Deutschland sicher ist. Überhaupt: Schon jeder fünfte der 82 Millionen Einwohner hat einen Migrationshintergrund. Ihr Anteil wächst. Trotzdem, sagt Manfred Schmidt: „Wir haben immer noch ein Problem mit der so genannten Aufnahmegesellschaft.“

Das muss sich ändern finden beide. Ivona Papak beispielsweise engagiert sich im Verein Mimikri, Migranten meistern ihre Krisen für Flüchtlinge.

22/01/2013