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Auf der Polizewache

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Wenn ein Messer im Spiel ist, rät Alfred Stahl, „nehmen S’ lieber Abstand“. Der Polizeioberrat ist stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion West und kennt die Situationen, in denen sich aufgeschaukelte Gefühle in Gewalt entladen.

30.000 Einsätze „vom Falschparker bis zum Tötungsdelikt“ leisten die 208 Beamten auf der Wache jährlich, 10.000 davon sind Straftaten und darunter 1000 Körperverletzungen.

Es muss kein Blut fließen, schildert Alfred Stahl vor 34 Hörern der Straßenkreuzer Uni bei ihrem Besuch in der Wallensteinstraße, um die Polizisten in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen: Wer weiß, ob das Gekritzel auf der Schulbank nicht tatsächlich in einen Amoklauf führt? Wird bei der Mai-Demonstration in Gostenhof wieder randaliert? Kann man einen Menschen, der springen will, vom Suizid abhalten? Auch das ist Aufgabe der Polizei.

Alfred Stahl gehört zu einer speziellen, psychologisch geschulten Verhandlungsgruppe, die beispielsweise auch bei Geiselnahmen zum Einsatz kommt: „Sie brauchen Empathie, sonst bauen Sie keine Beziehung zum Täter auf.“ Auch der ist ein Mensch.

16/01/2013