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Woran glauben wir?

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Es wäre eine fürchterliche Verarmung, wenn man den Mensch auf chemische Formeln reduziert. Dann müsste er, sagt Heinrich Bedford-Strohm, seine Frau so vorstellen: zwei Drittel Wasser, 16 Kilo Kohlen- und 4,5 Kilo Sauerstoff und ein paar andere Elemente.

Statt von Liebe zu sprechen und davon, dass er mit ihr durch dick und dünn gegangen ist, beide schon 26 Jahre verheiratet sind und drei Söhne haben.

Mit dem Beispiel belegt der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern eine andere Dimension der Wirklichkeit. Der Glaube gehört dazu. Heinrich Bedford-Strohm spricht bei seinem Vortrag vor 50 Hörern im Christine-Kreller-Haus der Stadtmission über das Vertrauen in Gott, die Angst vor dem Tod und was nach ihm kommt und die Freiheit des Christenmenschen.

Er antwortet auf Fragen nach Ungerechtigkeit und Armut, nimmt zum berühmten Karl Marx-Zitat von „Religion als Opium fürs Volk“ Stellung und warnt davor, Gott als einen „Kuschelgott“ zu begreifen. Eines aber dürften sich Christen sicher sein, sagt der Landesbischof: „Dass hinter den vielen Neins im Leben Gottes großes Ja steht.“

06/12/2011