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Wild tanzt der Derwisch

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Besser 50 Zweifel als eine Gewissheit!Scheich Süleyman Bahn beruft sich auf die lange Tradition der Sufis, die sich selbst als Suchende bezeichnen. Sie sind Muslime, leben in der Tradition der Mystik und bejahen Erkenntnis und Liebe.

„Erst wenn beide ausgeprägt sind, kann der Vogel der Seele fliegen“, sagt der Scheich in seiner Einführung.

Um ihn herum sitzen 30 Hörer der Straßenkreuzer Uni in der Dergha, dem Gebets- und Versammlungsraum der Mevlana-Gemeinde. Die Sufis lesen bei ihren Treffen im heiligen Buch, sprechen Gebete und tanzen dazu.

Ihre Kleidung ist symbolträchtig: Der Fez steht für den Grabstein, ein schwarzer Umhang für das Grab und die Jacke mit weißem Rock stehen für das Leichentuch – aber auch für Licht und Auferstehung. Im Drehtanz meditieren die Derwische bei jeder Umdrehung und voller Hingabe: Al-lah, Al-lah, Al-lah. Ihre rechte Hand öffnet sich dabei nach oben, die linke zeigt nach unten – so dass Nehmen und Geben ins Gleichgewicht kommen.

25/11/2011