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Wenn die Luft dünn wird

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Der Präsident der Malediven hält eine Ratssitzung unter Wasser – das ist ein Bild, mit dem Professor Dr. Mölg den steigenden Meeresspiegel aufgrund der globalen Erwärmung drastisch veranschaulicht.

Der Klimatologe von der Universität Erlangen belegt mit vielen Zahlen, wie sich das Klima wandelt und welchen Anteil der Mensch daran hat.

Gebannt lauschen die 17 Hörer der Straßenkreuzer Uni im Südstadtforum aber vor allem, als der Forscher von seinen Expeditionen auf den Kilimandscharo berichtet, bei denen er mit Kollegen mehrere Messstationen auf 6000 Metern Höhe aufgestellt hat.

Ihr Erkenntnisinteresse: Auch auf dem höchsten Bergmassiv Afrikas schmelzen seit Ende des 19. Jahrhunderts die Gletscher – warum? Herausgefunden haben sie, dass feuchte Luftmassen aus dem Indischen Ozean immer seltener zum Kilimandscharo kommen und die Wolken nicht mehr über dem Gipfel zusammenschlagen. Die Folge: Es fällt nicht mehr genug Schnee, um die Schmelze auszugleichen. Der Kilimandscharo ist dabei nur ein Beispiel.

„Sicher, das Klima ist immer im Wandel. Aber noch nie vorher gab es sieben Milliarden Menschen auf der Erde, noch nie vorher waren Menschen für den Wandel mitverantwortlich“, sagt Thomas Mölg. Er mahnt: „Wie es weitergeht, bestimmen im Grunde wir.“

29/06/2016