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Die bedrohte Freiheit

uni18052015

Männer bei lebendigem Leib verbrannt, Kunstschätze zerstört, Tausende zu Flüchtlingen gemacht – die Nachrichten aus aller Welt erschrecken uns.

„Das sieht wie Barbarei aus, aber es sind Menschen des 21. Jahrhunderts, die das tun“, sagt Professor Heiner Bielefeldt.

Der UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit spricht vor 26 Hörern der Straßenkreuzer Uni in der Heilsarmee und kommt immer wieder auf einen Punkt zurück: Es sind Menschen, die religiöse Texte interpretieren – im Fall von Isis besonders eng und unbarmherzig.

Aber auch Hindus, Christen und sogar Buddhisten verfolgen Andersgläubige. Dabei spielt Religion eine Rolle, aber erst Armut und Korruption, der Verlust des Vertrauens in den Staat und Paranoia führen in eine Abwärtsspirale. Was tun?

Heiner Bielefeldt, der in seinem Ehrenamt um die ganze Welt reist, verweist auf Einzelne und Gruppen, die ihre Stimme gegen den Terror und Radikalisierung erheben. Auch in Deutschland. Stichwort Pegida: „Wir müssen Ängste ernst nehmen, aber darauf antworten“, sagt der Menschenrechts-Professor aus Erlangen. Ausländerfeindlichkeit gehört nicht in unsere Gesellschaft.

18/05/2015