Extra – Ein Rosenheim Cop erzählt

RTEmagicC_uni_27712.JPG

„Du entkommst dir nicht!“ Davon ist Max Müller überzeugt. In der Fernsehserie „Die Rosenheim Cops“ spielt der Österreicher seit zehn Jahren den Michi Mohr. Einen Polizeihauptmeister, der diensteifrig, sympathisch und süchtig nach Keksen ist.

Auch in Wirklichkeit? Die Frage gehört zu den vielen, die 35 Hörer der Straßenkreuzer Uni stellen, nachdem sie im Casablanca Filmkunsttheater zunächst die Folge „Überraschung für Mohr“ gesehen haben.

Anteile der eigenen Persönlichkeit fließen immer in eine Rolle, sagt Max Müller. Ohne sie geht es gar nicht. Darf er auch in der Öffentlichkeit eine Uniform tragen? Nein, das wäre Amtsanmaßung – auch wenn Max Müller seit 2008 Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei ist.

Wie ist der Alltag am Set? Drehtage beginnen für Max Müller mit Aufstehen um 5.30 Uhr, Fahrt ins Studio, dann Maske und erste Sprechprobe, bevor die Kamera anläuft. Für manche Szene reicht ein einziger Take, andere müssen zwölf Mal gedreht werden… Der Arbeitstag dauert rund zehn Stunden, pro Woche entsteht eine Folge.

Die Zuhörer wollen alles wissen: Wie bereitet er sich vor? Träumt er nachts von den Rosenheim Cops? Was sagt die echte Polizei zur Serie? Trinken Sie wirklich so viel Kaffee? Max Müller antwortet offen und ehrlich. Zum Schluss singt der ausgebildete Bariton sogar zwei Lieder – und signiert danach Autogramme für seine beglückten Fans.

27/07/2012

Semesterabschlussfest

uni_19712

Das ist Rekord! 60 Urkunden für erfolgreiche Teilnahme an der Straßenkreuzer Uni konnte Hermann Guth überreichen, der als Leitender Polizeidirektor den Abschnitt Mitte im Polizeipräsidium Mittelfranken führt.

Aber das war nicht das Einzige, was beim Semesterabschlussfest im Haus Großweidenmühle gefeiert wurde. Die Theatergruppe unter Leitung von Michaela Domes trat erstmals auf.

In phantasievollen Gewändern präsentierten die Darsteller Provokantes zum schönen Schein und mahnten zu einem vorurteilslosen Blick hinter die Fassaden. Rund 80 Gäste sahen das Schauspiel und honorierten die Premiere mit großem Applaus.

Und zum guten Schluss spielte das Spontane Ukulele-Orchester unter Leitung von Roland Ballwieser. „Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Li-i-iebe nicht….“  So ist es: Im Sommersemester 2012 zählte die Straßenkreuzer Uni bei sechs Vorträgen und vier Lehrfahrten sowie beim Workshop Fingerfertigkeiten und der Theatergruppe 430 Hörer.

19/07/2012

Abschlussfest des Sommersemesters

RTEmagicC_SS_2012_01.jpg

Eine der liebgewordenen Traditionen ist die Verleihungder Urkunden an diejenigen Hörer, die alle Veranstaltungen der „Straßenkreuzer Uni“ einer Themenreihe besucht und damit ihr Interesse gezeigt und Durchhaltevermögen bewiesen haben.

Die Urkunden wurden am 19. Juli 2012 von Hermann Guth, Polizeichef von Nürnberg und Fürth – dem Abschnitt Mitte im Polizeipräsidium Mittelfranken überreicht.

19/07/2012

Wo Existenzen starten

RTEmagicC_uni_17712.jpg

Eine Eisscholle vom Südpol nach Europa ziehen, schmelzen und das Wasser in Flaschen abfüllen. Für verrückt hält Dietrich Fleisch solche Geschäftsideen nicht per se.

Aber er stellt Gründern eine entscheidende Frage: „Welche Dienstleistung bieten Sie an, die ein Kunde bereit ist zu bezahlen?“ Im Existenzgründerzentrum in der Kleestraße immerhin sind 48 Unternehmer eingemietet, die eine Antwort darauf gefunden haben.

Viele weitere Fragen zum Marketing, zu Steuern oder Finanzierung können sie hier mit Geschäftsführer Dietrich Fleisch besprechen. 16 Hörer der Straßenkreuzer Uni spitzen die Ohren: „Viele die aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet haben, verdienen ihr eigenes Geld und sind zufrieden“, erzählt er und warnt vor hochfliegenden Plänen.

Aus dem Eiswasser-Handel jedenfalls wurde nichts. Zum einen schmilzt ein Teil der Scholle vor Ankunft, zum anderen lässt der Wasser-Markt keine große Gewinnmarge zu. „In drei Jahren Millionär? Da müsste es schon Goldwasser oder Kölnisch Wasser sein.“

17/07/2012

Kämpf‘ um Deine Chance

RTEmagicC_uni_10712.jpg

Sengül Obinger wollte sich vor den Zug werfen, so unerträglich war ihr Leben: Ihr Mann, den sie mit 18 Jahren heiraten musste, schlug sie und die Familie beschimpfte die junge Mutter. Doch mit dem Mut der Verzweiflung erkämpfte sie sich 1994 eine Ausbildung.

Obwohl sie nicht einmal einen Hauptschulabschluss hatte, ist Sengül Obinger heute selbstständig und leitet eine Beratungsstelle der Lohnsteuerhilfe mit mehr als 500 Mandanten.

Über ihren Weg in die Freiheit und die Quelle ihrer Kraft erzählt die Autorin von „Löwinnenherz“ vor 30 Hörern der Straßenkreuzer Uni im Südstadtforum. „Mein Credo ist: Bildung, Bildung, Bildung. Damit verschaffen Sie sich alles, was Sie sich von der Gesellschaft erwarten.“

Die 39-Jährige plädiert für eigene Anstrengung, Fleiß und eisernen Durchhaltewillen – und sie tadelt gleichzeitig eine Gesellschaft, der Noten wichtiger sind als der Mensch, der dahinter steht.

10/07/2012