Herzlich willkommen bei der Straßenkreuzer Uni

Auf dieser Seite informieren wir über den Verlauf des aktuellen Semesters.  Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen und hoffen auf Ihre Neugier: Kommen Sie zur Straßenkreuzer Uni, erweitern Sie Ihren Horizont.

Das gesamte Programm finden Sie hier als .PDF Download

Liebe Hörerinnen und Hörer,

das verspricht ein heißes Wintersemester zu werden: Die Straßenkreuzer Uni ergründet Sehnsüchte, besucht unterschiedliche Glaubensgemeinschaft, stellt sich den Tyrannen unserer und früherer Tage und schwelgt schließlich in Rock’n’Roll-Seligkeit und gemütlichem Weihnachts-Basteln.
In der Reihe Immer diese Sehnsucht erfahren die Hörerinnen und Hörer, wie sie ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen für ein zufriedenes Leben entdecken können und warum Glück vor allem selbst gemacht ist. Dazu gehört vielleicht auch, zum Auftakt des Semesters beim Shanty-Chor Nürnberg Melodien vom rauen Leben auf hoher See zu genießen – ach ja!
Gemeinsam machen wir uns im Dezember auf den Weg, mehr über Religionen zu erfahren. Das Thema „Was glaubst Du denn?“ führt uns in den Hindu-Tempel, wo wir mehr über den Elefantengott und die Zeremonien der Gläubigen erfahren. Die Jugendkirche LUX verblüfft mit ihrer modernen Einrichtung und ihrem ganz anderen Konzept bis hin zum Gottesdienst. Schließlich erfahren wir beim Besuch in der Israelitischen Kultusgemeinde, wie stark Glaubensregeln in den Alltag von Juden einfließen.
Natürlich wartet auch dieses 16. Semester mit einem sehr aktuellen Thema auf: „Weg mit den Tyrannen“ zeigt auf, warum es die Demokratie im Nahen Osten so schwer hat. Wir ergründen bei einem Ausflug in die Geschichte der Mächtigen, was Tyrannen und Despoten unterscheidet und wie jeder von ihnen seine Machtansprüche durchgesetzt hat. Beim Besuch in der Beratungsstelle des Frauenhauses erhalten wir Einblick in die Not von Frauen und Kindern, die aus gewalttätigen Beziehungen fliehen.
Im Advent bastelt Kunsttherapeutin Karin Kays an zwei Terminen Weihnachtsschmuck und Postkarten – pünktlich zu Weihnachten werden das feine Geschenke für liebe Menschen oder einen selbst!
Presley-Kenner Godehard Neumann nimmt uns schließlich mit in die Welt des Rock’n’Roll und das Leben dieses „armen, reichen Elvis“.

Insgesamt bietet die Straßenkreuzer Uni im Wintersemester 12 Veranstaltungen an. Sie richten sich in erster Linie an arme, arbeits- und obdachlose Menschen, sind aber für alle Interessierten offen. Dass dieses besondere Bildungs-Projekt weiterhin kostenlos sein kann, verdanken wir der finanziellen Unterstützung großzügiger Förderer und Kooperationspartner.

Aber auch ohne ihre Hörer wäre die Straßenkreuzer Uni arm dran: Wir laden Sie herzlich ein, schauen Sie mal rein!

Straßenkreuzer Uni: “Armer reicher Elvis” – so war’s

„Ich möchte Leute unterhalten.“ Elvis Presley hat das für sein Leben geschafft, Godehard Neumann an diesem Nachmittag im Deutsch-Amerikanischen-Institut Nürnberg. Jeder Platz ist besetzt, bis auf den Gang hinaus drängen sich die 30 Zuhörer. Man fühlt sich fast wie bei einem Elvis Konzert. Vom armen Jungen aus den Südstaaten bis zum Weltstar dürfen wir das Leben des Rock’n’Roll Stars anhand von Bildern und Hörbeispielen begleiten. Es war sicher nicht nur „Beginners Luck“, dass der Junge aus der Vorstadt, der nie Gesangsunterricht hatte und seine erste Platte 1953 selbst aufnahm, in der Folge nicht mehr von der Bühne kam. Er wurde zum „Heartbreaker“ und erfüllte sich den unmöglichen Amerikanischen Traum der 1950er Jahre. Aber dieses Leben hatte auch seine Schattenseiten. Hinter der Fassade des Elvis für Jedermann steckte eine sehr zerbrechliche und sensible Persönlichkeit, wie wir erfahren. Und so tragen wir viele Erfahrungen und Geschichten, die sich um den Mythos Elvis Presley ranken, zusammen. Auch die vom Komiker, dem Melancholiker, dem Mädchenschwarm, dem Soldaten, dem Halbwaisen, dem Vater und Ehemann. Dieser Nachmittag bleibt „Always on my mind“, dank des hervorragenden Vortrages von Godehard Neumann.

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21/11/2017

Straßenkreuzer Uni: “Entfalte Dich” – so war’s

„Mein Leben ist Umzug“, sagt Jean Francois Drozak, der als junger Erwachsener schon an 18 verschiedenen Orten gewohnt hatte. Heute lebt er in seinem eigenen Haus , ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist Sozialarbeiter und Theatermacher. Trotz dieser Festmontage sehnt er sich nach Abwechslung. Fünf Monate im Jahr ist er mit seinem Wohnmobil unterwegs. Er lebt aus dem Koffer und macht Theaterprojekte für ein paar Tage. „Danach erträgt mich niemand länger“, sagt Drozak. Im Theater erlebt er keine normalen Geschichten. „Aber was ist denn normal?“, wird aus dem Zuhörerkreis gefragt. Was kann man machen, wenn man sich den gängigen Konventionen der Gesellschaft entzogen hat? Eine ungewöhnliche Begegnung in Irland brachte Drozak auf die Idee mit der Nordkurve, seinem Kulturbüro. Jeder darf hier seine ganz persönliche Entfaltung mit anderen teilen. Ein eigenes Leben spinnen, dafür plädiert Drozak im Kreise der 20 Straßenkreuzer Uni Zuhörer. Und mit ganz unterschiedlichen Eindrücken und Inspirationen gehen wir aus diesem enthusiastischen und motivierenden Vortrag.

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03/11/2017

Straßenkreuzer Uni: “Segel setzen, wir singen!” – so war’s

Ahoi und alle Mann an Bord! Statt auf einer Bühne stehen die Männer des Nürnberger Shanty Chores der Wasserschutzpolizei e.V. heute vor dem Altar der Offenen Kirche St. Klara. Unter der Leitung von Waldemar Welker nehmen sie die fast 130 Teilnehmer und Zuhörer mit auf einen musikalischen Törn über die Weiten der Weltmeere. Zu den Songs  wird gesungen, geschunkelt und von fernen Ländern geträumt. Auf halbem Wege erfahren wir von Vorstand Edmond Kulhei und alteingesessenen Chormitgliedern, dass das maritime Liedgut meistens sehr alt ist, es aber auch moderne Seemannslieder gibt. Nach Konzertreisen innerhalb Europas und den USA und Kanada sehnen sich die Männer heute danach, kommende Auftritte gesund und mit neuen Chormitgliedern bestreiten zu können. Den passionierten Seglern und Wassersportlern liegt es am Herzen, sich mit Waldemar Welker weiterhin internationalen Wettbewerben stellen zu können und ihr bereits umfangreiches maritimes Liedgut stetig zu erweitern. Mit ein bisschen Lust auf Meer und mindestens einem Ohrwurm gehen wir von Bord, Verzeihung, aus der Kirche.

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20/10/2017