Leserbrief

Wir leben wahrlich in wunderlichen Zeiten, wo das Verzehren von zwei Brötchen strafwürdig, das Verschlingen von Filetstücken zur Wahrung des Manager-Übergewichts legitim ist. Aber unsere Rechtsprechung ist halt maßlos überfordert, wenn es um die Lösung von Rechenaufgaben wie diese geht: Wie viele Pfandflaschen müsste eine Kassiererin hinterziehen, um die Abfindung eines abgehalfterten Spitzenmanagers zu erreichen? Unterstellen wir 10 Cent/Flasche, einen Abfindungsbetrag von schlappen 1,2 Millionen Euro, … Der Einsatz eines Taschenrechners sei erlaubt, da unsereins bei solchen Beträgen nichts mehr an den Fingern ablesen kann – wegen geballter Faust.

Dr. Richard Mährlein, Puschendorf

Leserbrief

Wie immer habe ich Ihre Zeitschrift mit Interesse gelesen, zumal wir in Erlangen uns derzeit intensiv mit der “Mittagessensfrage” befassen.

Wir wurden dadurch alarmiert, dass Eltern ihre Kinder in den Kindertagesstätten vom gemeinsamen Essen abmeldeten. Bei 99 Cent für Mittagessen im Hartz IV Satz und 2,50 Euro (oder mehr) fürs Essen in der Kita ist das kein Wunder.

Der Alg2 Satz für Kinder und Jugendliche muss dringend angehoben werden, weder Essen noch Schulkosten sind auch nur annähernd ausreichend. Erlangen hat eine Schulepauschale eingeführt (30 Euro pro Schulkind pro Jahr, wird unbürokratisch ohne Antrag überwiesen) und wird auch bei der Finanzierung des Mittagessens einsteigen müssen. Wir setzen hier kommunales Geld für eine Bundesaufgabe ein, weil wir die Not sehen. Dennoch hoffen wir, dass der Bund seine Pflicht erkennt, damit wir unser städtisches Geld für ebenso dringend erforderliche Maßnahmen im Bereich der Integration, soziokulturelle Stadtteilarbeit usw einsetzen können.

Ich danke Ihnen für Ihre fundierten Artikel und wünsche Ihnen weiterhin so motivierte Mitarbeiter!

Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen

Leserbrief

Erstmals habe ich Ihre Zeitung gelesen und bin an das Cover etwas skeptisch herangegangen. „Wer glaubt, wird selig” klang wie eine einseitige Tendenz.

Umso begeisterter war ich über die Umsetzung und den offenen Umgang mit dem Thema Glaube.

Bis auf den Artikel „Was hätte er für Chancen haben können!” war Ihre Zeitung offen und weitestgehend objektiv. Vorgenannter Artikel klingt, als würde die Nürnberger Stadtverwaltung Überstunden schieben und nachts um den Schlaf gebracht werden, weil sie die betreffende Person nicht „abschieben” kann.

Bis zum nächsten Straßenkreuzer in Nürnberg übersende ich Ihnen herzliche Grüße aus München.

Sascha Weigelt, München

Leserbrief

Ich bin selbst kein ständiger Leser des Straßenkreuzers, fühlte mich aber durch das Thema zur Osterzeit interessiert angesprochen. Mein Gedanke: Was denken die wohl vom wichtigsten Fest der Christen?

Die Breite der Darstellungen ist in dieser Ausgabe enorm, denn es gibt ja auf der Welt wirklich viele Weisheiten wie der Mensch selig werden kann. Deutlich wird auch, dass letztlich die Religionen keine 100%-Antwort haben.

So allein gelassen hätte ich mir dann doch noch die Antwort gewünscht, die Jesus Christus selbst gab und auch heute noch gibt: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Wer an ihn glaubt, ist selig.

Wolfgang Schmidt, Wilhermsdorf

Leserbrief

Ich habe vorhin gewohnheitsmäßig im Vorübergehen den Straßenkreuzer 1/2007 gekauft, bin im Gegensatz zu meiner bisherigen Gewohnheit beim ersten Aufenthalt gleich darin versunken und musste mich gegen Mitte der Zeitschrift von ihr losreißen.

Jetzt folge ich dem spontanen Bedürfnis, Ihnen zur Ausgabe “Querdenker” ein ganz dickes Kompliment auszusprechen.

Eberhard Schneider, Nürnberg