Köttbullar – selbst gemacht

Zutaten für etwa 6 Personen:

  • 1000 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Ei, 1 TL Pfeffer, 1 EL Salz
  • 1 TL Zucker, 60 g Semmelbrösel,
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne, 1 TL Senf
  • 2 kleine Zwiebeln, Öl zum Braten
  • 1/2 Ltr. Bratensauce (zur Not auch ein Fertigprodukt)
  • 0.1 Ltr. Sahne,
  • 200 g Preiselbeeren

So gehts:

Die Zwiebeln sehr fein schneiden und in wenig Öl hell anschwitzen. Die Brühe und die Sahne dazugeben, aufkochen. Vom Herd nehmen und mit den Semmelbröseln vermischen. Zehn Minuten ausquellen lassen, danach mit allen anderen Zutaten gut vermischen. Mit feuchten Händen kleine Kugeln mit ca. 2-3 cm Durchmesser formen und bei mittlerer Hitze und wenig Bratöl langsam durchbraten.

Die „Sauce zum Braten“ nach Anweisung zubereiten, danach die Sahne zugeben. Die Hälfte der Preiselbeeren in die Sauce rühren und die Köttbullar in der Sauce wieder erwärmen oder ein paar Minuten ziehen lassen. Die andere Hälfte der Preiselbeeren extra auf dem Teller mit dazugeben.

Dazu passt Stopfer (umgangssprachlich Kartoffelpüree) und grüner Salat.

Guten Appetit!

Tipp vom Koch:

Gibt 100 Punkte bei Kindern. Lässt sich gut einfrieren, aber es bleibt eigentlich sowieso nie was übrig.

Tabouleh – Petersiliensalat aus dem Mahgreb

Zutaten für etwa 4 Personen:

  • 4 Tassen Couscous, 2 Tomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Salatgurke (wenn‘s geht vom Bauern, also schön fest)
  • 1 Hand voll frischer Petersilie
  • 2 Beutel Pfefferminztee
  • 1 Hand voll Datteln, wer mag ein oder zwei Paprikaschoten

Dressing:
0,5 Ltr. Buttermilch, 100ml Olivenöl, 1 kleiner Naturjoghurt, zwei oder drei Spritzer Zitronensaft, Salz, Pfeffer, sehr wenig Zimt

So gehts:

Couscous nach Packungsanweisung zubereiten, also mit heißem Wasser übergießen und ausquellen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern. Tomaten, Gurke, Frühlingszwiebeln, Datteln und Paprikaschoten klein schneiden, Petersilie hacken und mit dem Gemüse vermischen. Pfefferminzteebeutel aufreißen und den Inhalt zum Gemüse geben. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und mit Salz, Pfeffer sowie ganz wenig Zimt abschmecken. Erst kurz vor dem Servieren Dressing zu dem Gemüse und dem Couscous geben, nachschmecken, fertig.

Guten Appetit!

Tipp vom Koch:

Im Sommer ein sehr erfrischender Salat, passt entweder solo oder gut zu Gegrilltem. Frische Minze zusätzlich macht sich gut, getrocknete hat aber oft ein kräftigeres Aroma. Datteln können auch durch Rosinen ersetzt werden, aber eine leichte Süße sollte der Salat schon haben.

Spareribs vom Grill

Zutaten für etwa 4 Personen:

  • 2 kg Spareribs
  • 3 Zehen Knoblauch, 1 Chilischote, 2 frische Lorbeerblätter,
  • 150 g Ananas aus der Dose
  • 1 El Cumin, 1 TL Chilipulver, 1 TL Piment
  • 1 EL getrockneter Thymian
  • 1 EL Balsamicoessig, 1 EL Worcestersauce
  • 1 EL Senf, 100 g Ketchup, 50 g brauner Zucker

So gehts:

Spareribs beim Metzger vorbestellen und ihm sagen, dass er auch ordentlich Fleisch dran lassen soll. Nicht das Zeug aus dem Supermarkt verwenden, das wird nur trocken.

Auf den Spareribs ist eine dünne silberne Haut, die sollte abgezogen werden. Da hilft ein kleines Messer zum Ablösen und eine Prise Salz. So kann sie besser mit den Fingern abgezogen werden. Dann erst die Ribs nach Wunsch schneiden. Alle Zutaten für die Marinade vermischen und mit dem Pürierstab zu einer pastösen Masse verarbeiten. Ribs damit gut vermischen und für 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank marinieren, ab und an durchmischen. Vier Stunden vor dem Grillen bei 100 Grad zusammen mit der Marinade auf einem Backblech in das Ofenrohr geben. Immer wieder wenden. Ribs danach nur noch kurz bei milder Hitze übergrillen, den Saft und die Paste vom Backblech in einem kleinen Topf aufkochen und als Sauce dazu servieren. Lecker!

Guten Appetit!

Tipp vom Koch:

Das Rezept passt auch perfekt für Pulled Pork, dazu Schweinehals verwenden und bei 80 Grad 24 Stunden garen.

Sardische Pasta a la Luigi

Zutaten für 4 hungrige Personen:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1-2 Stangen Bleichsellerie
  • Knoblauch nach Geschmack,
  • 2-4 geräucherte Bratwürste
  • 2 Dosen geschälte Tomaten,
  • 150 g Mascarpone,
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Olivenöl, Oregano,
  • 500 g Nudeln,
  • geriebener Parmesan

So gehts:

Olivenöl anschwitzen. Dosentomaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab durchmixen, dann zu den Gemüsewürfeln geben. Knoblauch und Gewürze zufügen und 45 Minuten leicht köcheln lassen. Inzwischen die Nudeln al dente kochen und kalt abschrecken, zur Seite stellen. Bratwurst in dünne Scheiben schneiden und in frischer Pfanne scharf anbraten. Mascarpone zur Tomatensauce geben, gut verrühren, aufkochen, dann die Bratwurst zufügen. Abschmecken, Pasta zur Sauce geben und darin erwärmen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und mit Parmesan servieren.

Guten Appetit!

Tipp vom Koch:

Italienische Dosentomaten schmecken deutlich besser und sind nur ein paar Cent teurer. Eine Prise Zucker in der Tomatensauce nimmt Säure weg. Frische Kräuter (Thymian, Oregano, Basilikum) sind hier sehr effektvoll.

Hähnchenschlegel für blutige Anfänger – ein echtes „Angebergericht“

Zutaten:

  • 300 ml Wasser
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 2 Zehen Knoblauch geschält
  • 1 EL Ingwer frisch
  • 2 EL Honig, 6 EL Sojasauce
  • 2 EL Ketjap Manis (gibt‘s im Asialaden)
  • 1 Chilischote, 1 rote Zwiebel
  • Messerspitze Zimt, Salz nach Geschmack
  • 6 Hähnchenschlegel

So gehts:

Zitronengras längs durchschneiden und mit dem Messergriff weich klopfen. Ingwer schälen und klein schneiden. Chilischote halbieren, Kerne entfernen und wegwerfen. Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden.

Mit allen anderen Zutaten und dem Wasser (ja, und auch mit den Hühnerkeulen) gut durchmischen und aufkochen, dann in ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen, am besten in einem mit Teflon beschichteten Topf.

Regelmäßig rühren und wenden, das Fleisch soll nicht anbrennen, aber ein großer Teil der Flüssigkeit als Dampf entweichen. Nach halber Kochzeit das Zitronengras entfernen. Alles andere wird zur Sauce. Fertig.

Dazu Reis oder Bratnudeln, oder Pak Choi.

Guten Appetit!

Tipp vom Koch:

Es ist eine Schande, dass wir nur noch Hühnerbrust essen und die Reste nach Afrika exportieren. Zum einen ist Hühnerbrust fast immer trocken (bäh), und zum anderen ist europäisches Hähnchen (ohne Brust) in Afrika billiger als dort erzeugtes Fleisch. So macht unser Appetit den dortigen Hühnerbauern arbeitslos.