Straßenkreuzer Uni: Wir sollten weiter reden

Heute Nachmittag geht es um das kleine Wörtchen „muss“ in dem Workshop von Pierre Boisson zum Thema: Gewaltfreie Kommunikation. Die 28 Teilnehmer sind eingebunden und aufgefordert zu erzählen, was die Benutzung dieses Wortes in Sätzen wie: Ich muss meine Wohnung aufräumen“ in ihnen auslöst. Druck, Zwang, Pflicht und Forderung sind die Antworten. Alles, was man mit dem Wort MUSS unterlegt, kann keinen Spaß machen und ist nicht freiwillig. Wie können wir also ohne dieses zwangbelastete Wort in unserer Sprache auskommen? Alles was wir tun, sagt Boisson, tun wir aufgrund verschiedener Bedürfnisse. Das heißt, wenn wir aufräumen ist das eine Strategie für das Bedürfnis Ordnung. Uns bewusst zu machen, dass wir uns für Ordnung entschieden haben, können wir in unsere Formulierung einbauen. Wir können also sagen: „Ich entscheide mich, meine Wohnung aufzuräumen, weil es mir wichtig ist, Ordnung zu haben“Falls das Aufräumen dann immer noch keinen Spaß macht, rät Boisson, es mit Musik zu unterlegen oder mit der Familie zusammen aufzuräumen. Das probieren wir jetzt mal aus!

Text: Sandra Dichtl 
Fotos: Barbara Kressmann und Walter Schindler
23/01/2019