Straßenkreuzer Uni: Frisches vom Gewächshaus am 25.4.2019

Straßenkreuzer Uni am 25.4.2019

Frisches vom Gewächshaus

Mit einem erfrischenden Biss in eine knackige Snackgurke starten wir in das Sommersemester und sind gleich mittendrin im Thema Gut essen. 

Bei sommerlich warmen Temperaturen und vor 26 interessierten Hörern zeigt uns Johannes Höfler den Gartenbaubetrieb seiner Familie, die auf einer Fläche von vier Hektar Fruchtgemüse unter Glas produziert. 

Höflerder schon mit 12 Jahren wusste, dass er den elterlichen Betrieb übernehmen möchte, ist mittlerweile Vorsitzender des Gemüseerzeugerverbandes Knoblauchsland, Betriebsleiter und Experte für den Tomatenanbau. 

Im Gewächshaus erklärt er uns den Reifeprozess der Tomaten, wie sie gepflegt, gedüngt und bewässert werden. Wir beobachten „Gemüse-Pfleger“ bei der Arbeitbekommen Antworten auf unzählige Fragen und einen Einkaufstipp: Egal, ob man biologisch oder konventionell produziertes Obst und Gemüse vorzieht, Hauptsache, man kauft regional! 

 

Text: Susanne Thoma 
Fotos: Barbara Kressmann, Susanne Thoma und Walter Schindler 
02/05/2019

KREUZERVERHÖR: Volker Heissmann x Karl-Heinz Schmidt

KREUZERVERHÖR
Volker Heissmann x Karl-Heinz Schmidt

Zum 25. Jubiläum des Straßenkreuzer e.V. bringen wir Menschen zusammen, die einiges gemeinsam haben – und doch ein Leben trennt. Denn sowohl unsere Verkäuferinnen und Verkäufer als auch prominente Personen der Region stehen tagtäglich in der Öffentlichkeit. Nur die Gründe könnten unterschiedlicher nicht sein. Für unser Magazin lernen sich im Jubiläumsjahr immer zwei von ihnen kennen, stellen sich einmal im Monat gemeinsam in die Öffentlichkeit – und erst im Heft einander und später nur zu gerne Ihren Fragen. Wann und wo Sie unsere in jeder Hinsicht prominenten Verkäufer besuchen können, finden Sie immer am Ende des Interviews. Jetzt aber erstmal: Ton ab im Grüner Brauhaus!
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Karl-Heinz Schmidt: Wie bist du eigentlich damals zur Comödie gekommen?

Volker Heißmann: Im Saal des alten Berolzheimerianums habe ich als Bub einen meiner ersten Auftritte gehabt. Ich hab’ später immer gesagt, dass ich diesen wunderschönen Saal renovieren würde, falls ich mal im Lotto gewinne. Im Lotto gewonnen habe ich nicht. Den Umbau, der damals vor 20 Jahren vier Millionen Mark gekostet hat, haben wir zu viert dank eines Kredites nahezu ohne Sicherheiten unsererseits trotzdem hin bekommen – Martin Rassau, Michael Urban, Marcel Gasde und ich.

Karl-Heinz Schmidt: Was wäre denn gewesen wenn das nicht geklappt hätte?

Volker Heißmann: Dann hätte es sein können, dass ich außer Schulden nichts mehr habe. All unsere Ersparnisse und noch viel mehr haben wir in das Projekt gesteckt. Deswegen bin ich immer sehr demütig wenn ich dich sehe. Du hast trotz deines Lebensschicksaals dein Lachen und deinen Mut nicht verloren. Und du hast immer ein freundliches Wort für die Leute, auch wenn sie nichts kaufen.

Karl-Heinz Schmidt: Weißt du, was mich fast täglich zum Lachen bringt? Die Leute dort, wo ich verkaufe. Neulich war da ein Mädchen, ziemlich jung, aber schon ganz schön aufgetakelt. Die hatte einen Rock an. Der Wind, der uns schon mächtig zu schaffen machte, sorgte dafür, dass sie stinksauer wurde, weil kaum mehr was an ihr so aussah, wie sie es sich wahrscheinlich morgens überlegt hatte

Volker Heißmann: Du bist also eher der Beobachter?

Karl-Heinz Schmidt: Naja, man verkauft ja nicht die Welt am Tag. Die meiste Zeit kannst du schon schauen, was um dich rum passiert

Volker Heißmann: Mir fällt da auch gerade eine Geschichte ein, die wir neulich zusammen erlebt haben, als ich bei dir auf ein Schwätzchen gestanden bin: Kommt eine Frau aus dem Müller, voll mit Tüten bepackt. Du bist ja eher abwartend, wenn du jemanden nicht kennst. Sie hat aber deinen Blick gesehen und gesagt: „Ey, kann nix kaufen, hab’ kein Geld einstecken“. Das war wie im Sketch.

Karl-Heinz Schmidt: Na, da muss man ja lachen, was soll man sonst tun?

Volker Heißmann: Das ist genau die Situationskomik, die mich auch zum Lachen bringt.

Karl-Heinz Schmidt: Böse bin ich aber keinem, wenn er nichts kaufen will.

Volker Heißmann: Das mag ich so an dir. Und das ist was, das einem hier in Fürth eh häufig begegnet. Die Leute sind geradeheraus und ehrlich. Wenn einer nix kaufen will, sagt er es halt, böse ist man ihm trotzdem nicht. Und wenn es wirklich drauf ankommt, sind wir Fürther wahnsinnig hilfsbereit und halten zusammen!

Der Komödiant, Schauspieler, Sänger und Thea­terdirektor Volker Heißmann, Jahrgang 1969, ist gebürtiger Fürther und lebt sehr gerne hier. Groß geworden ist er in der St. Pauls­Gemeinde, sei­ne Kantorin hat ihm dort Singen und Musizieren (Klavier, Orgel, Trompete, Posaune) beigebracht. Ebenfalls mit vollem Herzen ist er seit letztem Jahr Vizepräsident der Spielvereinigung Greuther Fürth und nimmt auch Karl­Heinz Schmidt hin und wie­der mit zu einem Spiel. Die beiden kennen sich.

Karl-Heinz Schmidt wurde 1956 in Fürth geboren und ist mit Leib und Seele hier verwurzelt. Seit 2007 verkauft er den Straßenkreuzer in der Fürther Fußgängermeile vor dem Müller (Schwabacher Straße). Davor hatte er unter anderem als Möbel­packer, Heizungsbauer und Installateur gearbeitet und, bis sein Kreuz nicht mehr mitgemacht hat, halb Europa gesehen. Alleine in Paris war er vier­mal und hat viele gute Erinnerungen an die Stadt der Liebe.

☞23.5.

Es darf gelacht und gekauft werden: Am Donnerstag, den 23. Mai von 11 bis 12 Uhr  werden Volker Heißmann und Karl-Heinz Schmidt gemeinsam vor dem Müller-Markt an der Schwabacher Str. 28-30 in Fürth den Straßenkreuzer anbieten – gute Stimmung inklusive.

Interview: David Lodhi | freier Journalist
Foto: Claudia Holzinger | claudia-holzinger.de

Lord lebt nicht mehr

Viele Leserinnen und Leser hatten in den letzten beiden Jahren Geld und auch Hundefutter für den Labrador-Mix gespendet. Denn nach dem Tod seines Herrchens, Straßenkreuzer-Verkäufer Charly Huber, hatte der Verein beschlossen, Lord nicht ins Tierheim zu geben. Klaus Billmeyer, damals obdachlos, Verkäufer und Stadtführer beim Verein, sorgte fortan für den Rüden. Die beiden wurden ein unzertrennliches Paar. Am 2. Februar musste Lord eingeschläfert werden. Er konnte nicht mehr laufen.  

Wenn Sie im vergangenen Jahr für Lord gespendet haben, dann teilen Sie uns bitte mit, ob wir das Geld für die Arbeit des Vereins verwenden dürfen oder ob Sie den Betrag zurückhaben möchten. Das Hundefutter verteilen wir an bedürftige Menschen mit Hund. 

Kontakt: 0911 217 593-0 oder ofni.1566427575rezue1566427575rknes1566427575sarts1566427575@liam1566427575 

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KREUZERVERHÖR: Gunter Pawlick x Barbara & Wolfgang Berner

KREUZERVERHÖR
Gunter Pawlick x Barbara & Wolfgang Berner

Zum 25. Jubiläum des Straßenkreuzer e. V. bringen wir Menschen zusammen, die einiges gemeinsam haben – und doch ein Leben trennt. Denn sowohl unsere Verkäuferinnen und Verkäufer als auch promi-nente Personen der Region stehen tagtäglich in der Öffentlichkeit. Nur die Gründe könnten unter-schiedlicher nicht sein. Für unser Magazin lernen sich im Jubiläumsjahr immer zwei von ihnen kennen, stellen sich einmal im Monat gemeinsam in die Öffentlichkeit – und erst im Heft einander und später nur zu gerne Ihren Fragen. Wann und wo Sie unsere in jeder Hinsicht prominenten Verkäufer besuchen können, finden Sie immer am Ende des Interviews. Jetzt aber erstmal: Ton ab im Lasertag Actionpark!
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Wolfgang Berner: Schon spannend, wie Du aussiehst. Wie oft wirst Du mit Bruce Willis verwechselt?

Gunther Pawlick: So ziemlich täglich. Am letzten Wochenende war ich das erste Mal in einer neuen Bar in der Altstadt und hab die Leute immer wieder über mich reden und spekulieren gehört. Barbara Berner:

Barbara Berner: Nervt Dich das?

Gunther Pawlick: Manchmal ja, manchmal nicht. Insgesamt habe ich mich daran gewöhnt und höre ganz gerne zu was da so geredet wird. Das ist ja manchmal auch richtig amüsant.

Wolfgang Berner: Kriegt man als Promi-Double eigentlich auch mal was spendiert?

Gunther Pawlick: Zumindest ist mein Aussehen kein Nachteil. In manchen Diskos kommt man schon umsonst rein oder wird mal in einen Festival-VIP-Bereich eingeladen.

Wolfgang Berner: Okay, Bruce, dann erzähl mal: Was macht der Job? Sind neue Actionfilme geplant? Du hast doch zuletzt im gefeierten zweiten Teils des Nürnberger Kult-Films „Macho Man“ mitgespielt. [Lautes Lachen allerseits]

Gunther Pawlick: Das liegt auf Eis zurzeit. Ich mache eher so kleinere Sachen und nähere mich ob meines Alters an das Thema „Opa-Rollen“ an – wie der echte Bruce Willis auch. Ihr seid richtig große Fans von ihm, oder? Wie viele Filme habt ihr denn schon gesehen?

Barbara Berner: Wir stehen auf Actionfilme. Neben welchen mit Bruce Willis schauen wir gerne welche mit Steven Seagal, Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone. Aber wenn Weihnachten ist, schauen wir uns gerne was Romantisches an, wie die Sissi-Filme. Jetzt wäre dann wieder Zeit für mehr Action im Programm.

Gunther Pawlick: Was würdet ihr denn gerne mal Actionreiches machen? Worauf hättet ihr mal richtig Lust?

Wolfgang Berner: In den Tiergarten gehen. Da macht man zwar selbst keine Action, kann sich aber viel Action anschauen. Nachdem wir beide nicht mehr die Jüngsten sind und auch nicht mehr so sportlich und gesund wie früher, müssen wir uns die Kräfte einteilen. Ein Tag Straßenkreuzer verkaufen ist vor allem im Winter wenn es kalt ist ganz schön anstrengend. Auch wenn man inzwischen alle kennt und mal von einem Stammgast einen Kaffee spendiert bekommt.

Gunther Pawlick: Der Tiergarten ist ganz schön teuer geworden inzwischen, oder?

Wolfgang Berner: Stimmt. Das ist ja nicht nur der Eintritt, sondern auch das, was der Tag drinnen so kostet, wenn man vielleicht auch mal eine Pause machen, einen Kaffee trinken oder ein Eis essen möchte. Wir würden gerne mal wieder rein gehen und den verschiedenen Tieren zuschauen. Bist du auch gern im Tiergarten?

Gunther Pawlick: Ich war als Kind fast jedes Wochenende im Tier-garten, weil meine Eltern da in der Nähe gewohnt haben. Ich glaube das reicht für ein ganzes Lebens …

Wolfgang Berner: Wie ist es bei Dir mit der Action? Findest Du genug davon in Nürnberg?

Gunther Pawlick: Ich bin ja ein recht gemütlicher Mensch. Insgesamt könnte es schon besser sein, aber auch schlechter. Aber hier wird so vieles reglementiert, was ich wirklich sehr schade finde. Um 22 Uhr oder um 23 Uhr klappt man die Gehsteige hoch. Die Polizei steht im Sommer um 23 Uhr bei meinem Lieblingsitaliener und misst dann teilweise mit dem Meterstab nach, ob die Leute nicht zu weit draußen sitzen. Das sind aber die Anwohner, die Polizei kann da eigentlich nichts dafür. Mitten in der Stadt wohnen und sich darüber beschweren, dass was los ist – ich finde, das wird hier immer mehr zu einem Problem.

Gunther Pawlick ist 51 Jahre alt und in Nürnberg aufgrund seiner Ähnlichkeit zum Actionstar bekannt als Bruce Willis – was durchaus Vorteile hat: Manchmal lässt sich der Nürnberger auf einen Drink einladen oder genießt freien Eintritt in die Disko. Manchmal nervt die ständige Verwechslerei aber auch. Dann geht es zum Beispiel zum Lieblingsitaliener mitten in der Altstadt, wo ihn jeder als Gunther kennt und schätzt – und wo er im Sommer gerne auch mal länger als bis 23 Uhr draußen sitzen bleiben würde.
Barbara und Wolfgang Berner sind in etwa so alt wie Gunther Pawlick, seit 15 Jahren verheiratet und leben seit Mitte der 1980er Jahre (sie) beziehungsweise seit Anfang der Nullerjahre (er) in Nürnberg. Hierher gekommen sind sie damals vor allem des Jobs wegen. Gearbeitet haben sie beide schon in vielen verschiedenen Berufen, zum Beispiel als Küchenhilfe, Reinigungskraft, Hausmeister oder Maler. Den Straßenkreuzer verkaufen sie seit einigen Jahren gemeinsam am Leipziger Platz, direkt zwischen Bäcker und Bank.

☞25.4.

Barbara und Wolfgang Berner machen am 25. April von 15 bis 16 Uhr Action vor dem Bäcker am Leipiziger Platz. Fotos mit “Bruce” und/oder den Berners dürfen gerne gemacht werden.

Interview: David Lodhi | freier Journalist
Foto: Claudia Holzinger | claudia-holzinger.de

Uni-Ball: Mehr als eine süße Spende

Zum 70. Universitätsball der FAU gab es eine unwiderstehliche Überraschung für die rund 1500 Gäste:

Eine fast zwei Meter lange Jubiläums-Torte (gestiftet von „Der Beck“) wurde von FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger (vorne rechts) und Nürnbergs OB Dr. Ulrich Maly (links) feierlich angeschnitten und dann gegen eine Spende verteilt. Stolze 3190 Euro kamen so zusammen. Den Betrag erhielt die Straßenkreuzer Uni, die damit ihr kostenloses, anspruchsvolles Bildungsangebot weiterführen wird.

Geburtstagstorte - 

Foto: Udo Dreier - 02.02.2019 -  Nürnberg - Meistersingerhalle - Uni-Ball - Ball der Hochschulen

Ein besonderer Dank geht an Ursula Ertl, die als Organisatorin des Balls die „süße“ Idee hatte.

Foto: Udo Dreier | bayernpress.de