Die Sicherheit von Leib und Leben

2 G in der Kneipe, 2 G plus beim Hallensport, 3 G auch beim ­Straßenkreuzer – und welche Gs müssen Nürnbergs Obdachlose beachten, die in Notunterkünften, in Pensionen oder Tagestreffs Schutz vor Kälte und ein Dach über dem Kopf suchen? Die Kriterien sind sehr unterschiedlich – und nicht immer bleibt ein G bei der Abwägung der Risiken im Winter übrig.
Wir haben nachgefragt und berichten darüber in der Januar-Ausgabe des Straßenkreuzer.

Foto: Maria Bayer | mariabayer.de
MB200420_SK_D__0101

Ein Ort, an dem Menschen sichtbar werden

kreuzerbude eroeffnung

Die KreuzerBude in der Königstraße ist an drei Nachmittagen in der Woche besetzt – und offen für alle, die sich zum Verein und seinen Projekten informieren wollen.

Blau und rot, sauber geputzt und mit ersten Infotafeln bestückt, der Würfel obenauf in der prallen Sonne glänzend – die KreuzerBude präsentierte sich zu ihrer Eröffnung im Oktober exakt so, wie sie gemeint ist: als anziehender Treffpunkt und Aushängeschild für den Straßenkreuzer e.V. Und so passte es wunderbar, dass sowohl Nürnbergs OB Marcus König als auch Pater Ansgar Wiedenhaus von St. Klara in ihren Ansprachen betonten, wie wichtig es sei, dass es mit der KreuzerBude nun einen Ort mitten in der Stadt gibt, an dem Menschen sichtbar und gesehen werden. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Gymmick.

KreuzerBude, Königstraße (auf Höhe Ostermayr-Passage)
Do., Fr., Sa. von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Treffen deutschsprachiger Stadtführer-Teams

Sie heißen zum Beispiel Supertramps, Sozialer Stadtrundgang, querstadtein oder – beim Straßenkreuzer – Schicht-Wechsel. Soziale Stadtführungen werden in vielen Städten und meist von Straßenzeitungen angeboten. Im September gab es in Basel zum ersten Mal ein Treffen deutschsprachiger Stadtführer-Teams. 39 Frauen und Männer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz kamen für vier Tage zum Seminar mit Workshops und viel Zeit zum Austausch. Eindrücke einer besonderen Reise in Bildern und mit Stimmen von vier der der fünf Nürnberger Teilnehmer lesen Sie im aktuellen Heft.

Foto: Tobias Sutter

Fachsimpeln am Rasen – 05.10.2021

Exkursion – Uni trifft 1. FCN beim Training

Der Kalender der Nürnberger Profifußballer ist voll. Umso mehr freuen wir uns, die Spieler des 1. FCN am 5. Oktober während ihres Trainings begleiten zu dürfen. Vom Spielfeldrand aus beobachten wir das Geschehen auf dem Rasen, sprechen mit dem Presseteam über die Dramatik des Spiels, den Mythos des Clubs, seine Erfolge wie Fehlschläge. Und mit ein wenig Glück gelingt es uns auch, einen der Spieler abzupassen und mit all unseren Fragen zu löchern.

Logo FCN

Die Geschichte des 1. FCN, gegründet am 4. Mai 1900, ist geprägt von Höhen und Tiefen, Rekorden wie Misserfolgen. Neunmal wurde er Deutscher Meister, viermal DFB-Pokalsieger. Aktuell spielt er in der 2. Bundesliga. Der Verein besteht aus über 24.400 Mitgliedern.

Termin
Dienstag, 5. Oktober 2021
11 bis ca. 12:30 Uhr

Ort
Funktionsgebäude
Valznerweiherstraße 200
90480 Nürnberg

Anfahrt
S2 bis Frankenstadion
Bus 44 bis Sportanlage FCN

Alle Veranstaltungen der Straßenkreuzer Uni sind kostenlos. Drinnen wie draußen gelten die 3G. Da die Teilnahmezahl jeweils begrenzt ist, bitte anmelden unter  oder 0911 217593-0

37 Bäume für Bethang

Unsere Oktober-Beilage:

Karsten Neumann hat für die von ihm erschaffene Kunststadt Bethang (NürnBErg, FürTH, ErlANGen) eine neue Aktion gestartet. In jedem der 37 Bethang-Postleitzahlbezirke soll ein Baum gepflanzt werden. Die ersten schlagen in Erlangen und Fürth Wurzeln. Noch bis Mitte November gibt es dort auch Ausstellungen zum Thema.

Mehr Infos…

kanister

Die Diana-Stube öffnet

Wenn alles mit Möbeln und Technik klappt, dann öffnet am 19. Juli ein neuer Tagestreff für Wohnungslose an der Dianastraße. Nicht nur die Größe des Treffs ist mit Platz für rund 80 Personen bemerkenswert, auch das Konzept. Denn die Diana-Stube ist im Haus der Notübernachtung an der Dianastraße angesiedelt. Die Übernachtungsgäste müssen daher nicht, wie sonst üblich, oft schon morgens um sieben das Zimmer und das Haus verlassen und den Tag selbst bei Eis und Regen irgendwie rumkriegen, bis sie abends um sechs wieder kommen dürfen. In der Dianastraße steht ihnen nun tagsüber die Diana-Stube offen. Neben dem Aufenthaltsraum gibt es ein Beratungszimmer, das regelmäßig besetzt ist, Sanitäranlagen sowie einen Krankenraum, für dessen Betrieb tatsächlich eine Krankenschwester gefunden wurde. Ein Fernsehraum und Schließfächer für Wertsachen stehen ebenfalls zur Verfügung.
Manuela Bauer, Leiterin der Wärmestube (im Bild), hatte genau so einen Treff seit Jahren als Entlastung für ihr Haus an der Köhnstraße gefordert. Das war regelmäßig übervoll, Security musste in den Wintermonaten für ein sicheres Miteinander sorgen. Nun entzerrt sich das Angebot, Bauer und ihr Team sind sicher, effektiver und zielgerichteter beraten und unterstützen zu können.

Foto: Gerd Grimm
manuela bauer