Eine Platte aufbauen mit Klaus

Ist gesellschaftliche und politische Teilhabe überhaupt möglich, wenn ich nicht weiß, wo ich am Abend schlafen soll? Diese Frage gehen wir am Donnerstagabend, 14. Juli, ganz praktisch an – und holen uns dafür einen Experten ins Haus: Klaus Billmeyer ist mittlerweile SchichtWechsel-Stadtführer und Pfandbeauftragter im Projekt „Spende dein Pfand“. Er hat fast acht Jahre lang „Platte gemacht“, also auf der Straße gelebt. An diesem Abend wird er seine 30 Kilogramm schwere Ausrüstung wieder aus dem Schrank holen und zeigen, was alles wirklich nötig ist, um auf der Straße zu überleben. Der Abend findet im Rahmen der Themenwoche „Gemeinsam >22“ statt, die unter dem Motto steht: „Hürden überwinden – politische Teilhabe für alle?!“ Ilse Weiß, die Chefredakteurin des Straßenkreuzers, wird die Erfahrungen von Klaus einordnen. Mit „Housing First“ stellt sie eine mögliche Lösung vor: Das Konzept sieht vor, Obdachlosen zuerst eine Wohnung zu geben und danach Beratung und Hilfe anzubieten, anstatt die „Wohnfähigkeit“ vorher in Übergangslösungen zu prüfen. Der Ansatz wird auch in Nürnberg in einem Pilotprojekt ausprobiert werden, an dem die Vereine Straßenkreuzer, Hängematte, Lilith und mudra beteiligt sind.

klaus_billmeyer web

„Über-Leben auf der Straße:
Wo bleibt die Teilhabe?
Eine Platte aufbauen mit Klaus“

Donnerstag, 14. Juli, 17 bis 19 Uhr
beim Straßenkreuzer,
Maxplatz 7, 90403 Nürnberg.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung unter:
https://eveeno.com/platteaufbau

Einen Überblick über alle Veranstaltungen der Themenwoche gibt es hier:
Gemeinsam 22 – Programmheft zur Themenwoche (bayern.de)

Foto: David Häuser