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die neue Straßenkreuzer-CD
pdf-Download des Artikels aus dem Plärrer vom 01.12.2011
pdf-Download des Artikels aus der Woche im Pegnitztal vom 9.11.2011
Alle Jahre wieder: Die neue „Straßenkreuzer“-CD
pdf-Download des Artikels aus den Nürnberger Nachrichten vom 3.11.2011
pdf-Download des Artikels aus dem Anzeiger vom 1.11.2011
Am Freitag wird im MUZ Club die neue Straßenkreuzer-CD präsentiert. Mit Liveauftritten von Alberto Manjarrés y Band, Crispy Jones, Super Dance Orchestra und Tjian, einer Aftershow-Party mit Banana und Molton und natürlich mit voller Unterstützung von curt. Im Vorfeld haben wir Jürgen Heiß getroffen, einen der Verkäufer des Sozialmagazins. Das war spannend. Bitteschön:
„Ich bin riesengroßer Schalke-Fan. Das wissen auch meine Leser und Kunden.“ Eigentlich wollten wir uns Samstagnachmittag mit Jürgen Heiß treffen. Zum Plaudern samt Fotoshooting anlässlich der neunten Straßenkreuzer-CD. Aber wenn Bundesliga ist, ist Bundesliga. Da müssen wir uns schon eingestehen, dass wir weder zu seinen Lesern, noch zu seinen Kunden gehören. Deswegen sind wir dann montags wieder gekommen. Gesehen haben wir ihn davor aber schon häufig. Unten, beim Karstadtausgang nahe der U-Bahnstation Lorenzkirche.
Da steht er und verkauft das Nürnberger Sozialmagazin. Früher jeden Tag, jetzt hat er auch noch andere Funktionen: „Ich bin ja auch noch einer der Stadtführer vom Straßenkreuzer.“ Zum Beispiel für 120 Polizeischüler, denen er momentan die Ecken und Winkel der Stadt zeigt, die er wohl besser als viele andere kennt. Manchmal referiert er auch noch in einer Berufsschule und erzählt Geschichten aus seinem Leben. Oder geht zum Gesangsunterricht für das Straßenkreuzerfest, wo er einst mit einer zum „Jetzt Reicht´s“ umgedichteten Version des Frank Sinatra Klassikers „That´s Life“ die „Rückverwandlung vom Penner ins normale Leben“ auf der Bühne dargeboten hat. Stellvertretend auch für seinen eigenen Lebenslauf. Jürgen steht jetzt mit beiden Füßen auf dem Boden. Und das merkt man bei allem was er sagt.
Der alljährliche Straßenkreuzer-Sampler zählt für ihn zu den Höhepunkten des Jahres, nicht nur wegen der Mehreinnahmen - ein Teil des Erlöses für den Tonträger bleibt beim Verkäufer. „Ich muss von dem überzeugt sein, was ich anbiete. Das ist jetzt die vierte CD, die ich verkaufe und mir gefällt immer besonders die Bandbreite. Ich sag immer, es gibt keine schlechte Musik, nur schlecht gemachte. Und davon finde ich hier nie was.“ Außerdem „bin ich ein alter Rocker.“ Sagt er und lädt uns auf eine Kippe ein, bevor es ans Fotografieren geht. „Die hab ich von einer Dame geschenkt bekommen, die heute früh beim Lotto 100 Euro gewonnen hat“, grinst er. Abschlagen dürfen wir das nicht.
Wir revanchieren uns mit Blitz und Kamera, den besten Wünschen für die anstehende kalte Jahreszeit und selbstverständlich einer von Herzen kommenden Empfehlung, euch den neuen Sampler zu kaufen. Die erste Gelegenheit dazu ist am 12. November, wo bei der offiziellen Vorstellung der CD die - natürlich allesamt darauf vertretenen - Bands Super Dance Orchestra, Alberto Manjarrés y Band, Tijan und Crispy Jones live spielen und im Anschluss Molton und Banana samt Plattensammlung für noch mehr Freude auf dem Tanzboden sorgen.
David Lodhi, curt Stadtmagazin Nürnberg, November 2010
Manchmal bin ich Retro drauf. Dann suche ich eine Kassette heraus, auf der nichts oder nur Scheiße drauf ist und bastle mir das perfekte Mixtape. So einfach haben es Sampler Macher nicht. Und auch der Straßenkreuzer 9 ist naturgemäß kein perfektes Mixtape.
20 Songs, fast alle so um die 4 Minuten lang, alles mehr oder weniger regionale Künstler. Schön aufgemacht, wie immer interessantes Cover, haptisch schon nicht ganz unlecker. Die Supporter-Logos hintendrauf nerven ein wenig. Dafür 27 Seiten Booklet (die letzte Seite muss als Klebefläche herhalten). Und alles für 13,50. Das ist vollkommen in Ordnung.
Dumm nur, dass man kaum jemanden finden wird, der sich die Scheibe tatsächlich von vorn bis hinten gerne anhört. Ja, das ist ein Kriterium, auch für Sampler. Ja, mir ist bewusst, dass es wenige Sampler gibt, denen dies gelingt. Und auf dem Straßenkreuzer fällt halt der ein oder andre Song aus der Reihe. Insgesamt haben wir eine Spannbreite von Instrumentalmusik über Liedermacher und Songwritern bis hin zu diversen punkigen Abarten. Schon ein SEHR großes Spektrum.
Jary, Blogger bei www.localcalling.de, November 2010
Seit neun Jahren bietet die CD-Samplerreihe des Sozialmagazins „Straßenkreuzer“ immer im November einen wunderbaren Überblick über die aktuelle fränkische Musikszene abseits des Mainstream -und sichert ganz nebenbei den Straßenkreuzer-Verkäufern ein kleines Weihnachtsgeld. Edition Nummer Neun schlägt da nicht aus der Art.
Aha: Nach Deep Purple, Madness, Kraftwerk, Elvis Presley, Status Quo, Robbie Williams, AC/DC und den Beatles ist die Wahl diesmal auf die britische Beat-Legende The Who gefallen. Das Plakat des Films „The Kids Are Alright“ aus dem Jahr 1979 stellte die Vorlage für das Cover des neunten Samplerstreichs, das NN-Fotograf Michael Matejka wieder kongenial mit vier Straßenkreuzer-Verkäufern und einer Frankenfahne an Stelle des Union Jack nachgestellt hat. Eine pfiffige, längst liebgewordene Hommage an große Rock- und Pop-Ikonen!
Zwanzig Künstler der unterschiedlichsten Genres sind auf der neunten Ausgabe der CD-Reihe vertreten, gewohnt-geschmackssicher ausgewählt von Artur Engler und Martin Schano. Stilistisch ist fast alles an Bord: Folk (High Water Plants), Anti Folk (Tjian) und Irish Folk (Bogin Leprechaun), Country (Obi Barthmann, Mountarillo) und Latin (Alberto Manjarrés y Band), Rock’n’Roll (Crispy Jones), noch mehr Rock (The Jetlegs), waviger ElectroPunk (Super Dance Orchestra) oder auch „der Herr der Stimmen“, Comedian Bernd Händel, um nur ein paar Namen zu nennen.
Der Clou: Diverse Beiträge sind wieder exklusiv, wie die Nummer der Great Bertholinis. Das wunderbare „Time Machine“, das schon als Videoclip auf YouTube kursierte, wurde auf deren neuen Album schmerzlich vermisst. Erstmals auf Tonträger sind auch das Fürther Kammer-Folk-Trio Mocha (mit Ex-Musikerinnen von den Shivas und The Flamingo Massacres) und die amtierenden NN-Rockbühne-Sieger „Punch & Nerves“ zu hören, deren erste vollständige CD erst 2011 erscheinen soll. Ob es das fragile Damen-Duo Josephine Smoker zuvor schon mal auf Platte gab, ist nicht überliefert.
Trotz der enormen Stilvielfalt läuft auch Straßenkreuzer neun in einem Guss durch. Selbst die Anschlüsse sind stimmig: Eben noch huldigt Obi Barthmann mit wieselflinkem Banjo seinem „Horse“, schon wiehert im nächsten Ohrenblick ein berühmter sprungfester Gaul durch Bernd Händels Räuberpistole „Eppelein, Du warst so geil“. So bleibt nach 76 Minuten Hörgenuss am Ende nur eine einzige mögliche Erkenntnis: „The ’kreuzer Is Alright!“
Zu haben ist die wie immer auf tausend Stück limitierte Scheibe bei allen Straßenkreuzer-Verkäufern im Großraum sowie natürlich direkt in der Straßenkreuzer-Zentrale. Oder man geht gleich auf die CD-Releaseparty am 12. November im MuZ-Club, Fürther Straße 63, in Nürnberg. Dort spielen ab 20 Uhr das Super Dance Orchestra, Alberto Manjarrés y Band, LoFi-Barde Tjian und die Rocker Crispy Jones auf. An diesem Abend kann man die CD (die sich auch als Weihnachtsgeschenk förmlich aufdrängt) zum Kumpelpreis von zehn Euro abgreifen.
Stefan Gnad, szene-extra.de, November 2010
NÜRNBERG – Das Sozialmagazin Straßenkreuzer präsentiert am 12. November seinen neuen CD-Sampler mit einem Konzertabend im MUZ-Club. Einmal mehr gibt die Zusammenstellung einen Überblick über die Musikszene Nürnbergs. 20 Bands und Künstler haben jeweils ein Stück zur Verfügung gestellt.
90 Cent verdient der Straßenkreuzer-Verkäufer pro verkauftem Heft. Einmal im Jahr werden daraus 7 Euro. Mehr also als die monatliche HartzIV-Erhöhung. Der Grund ist eine dem Heft seit 2002 beiliegende CD, deren Inhalt sich wie ein „Who is who“ der Nürnberger Musikszene liest: Boozoo Bajou, Shiny Gnomes, Yohto, The Rockin’ Lafayettes, Gymmick, The Green Apple Sea, Sutcliffe, Bird Berlin und Sticht sind nur einige von vielen, denen die Unterstützung des Straßenkreuzers mit teils exklusiven Beiträgen eine Herzensangelegenheit gewesen ist.
Auch heuer haben der Journalist Martin Schano und sein Kollege Artur Engler ein feines Händchen bei der Auswahl bewiesen: Erfolgreiche Aushängeschilder der Stadt wie The Great Bertholinis treffen auf Indierock-Jungspunde wie Top Trash Pop oder auf irische Folkmusik, von Boggin Leprechaun gespielt.
Nur eines fehlt nach all den Jahren dann doch mal auf dem Sampler: Ein Stück, das von den Verkäufern gesungen wird. An einer möglichen Vorlage mangelt es dabei nicht: Der 62-jährige Jürgen Heiß, der vor vier Jahren als Verkäufer begann, führt inzwischen nicht nur mal eben 150 Polizeiazubis durch die Stadt, sondern geht abends lieber ins Konzert als unter die Brücke. Für ihn war der Straßenkreuzer ein Sprungbrett zurück ins Leben. Und dazu gehören auch Hobbys. Singen zum Beispiel.
„Ich hatte schon mal einen Auftritt vor 800 Leuten beim Straßenkreuzer-Jubiläum“, erzählt er, „da hab ich den Text von „That’s Life“ von Frank Sinatra als deutsche Version „Jetzt reichts“ gesungen. Da geht es um die Rückverwandlung vom Penner ins normale Leben. Dafür hatte ich sogar Gesangsunterricht. Das war unheimlich toll.“
Nicht wenige von seinen Stammkunden - Heiß steht trotz aller anderen Aufgaben noch mehrere Tage in der Woche in der U-Bahnpassage Lorenzkirche und verkauft den Straßenkreuzer - würden ihm den Samplerbeitrag wünschen. Aber Jürgen weiß, dass das kaum möglich ist: „Ich hab ja sogar ein Playback von dem Song. Aber ich glaube, die GEMA würde da nicht mitmachen.“ Tatsache, denn auch die teilnehmenden Bands müssen darauf achten, dass ihr Beitrag nicht bei der Verwertungsgesellschaft für Musikrechte gemeldet ist. Mehr als überdenkenswert...
Zur großen CD-Präsentation will Jürgen auf jeden Fall kommen und sich auch die Bands anhören. „Ich muss ja wissen, was ich verkaufe.“ Live spielen an diesem Abend das Super Dance Orchestra (Funk-Indie-Elektro), Alberto Manjarrés (Folk), Tijan (Lofi) und Crispy Jones (Rockabilly), die natürlich alle auf dem Sampler vertreten sind.
Nürnberger Zeitung, 6.11.2010
Am heutigen Samstag wird im MUZ Club die achte CD des Sozialmagazins Straßenkreuzer mit einem Konzertabend gefeiert. Vor der Präsentation trafen wir den Journalisten Martin Schano, der zusammen mit Artur Engler für die Konzeption und Zusammenstellung verantwortlich ist.
«Ich hab mich auf diese Aufgabe gestürzt, weil ich mich hier als Christ verwirklichen konnte.» Von Kindesbeinen an hat Martin viel mit der Kirche zu tun und engagiert sich in sozialen Projekten. Sein grenzüberschreitendes musikalisches Interesse lebt er mit der Organisation von Konzerten und Partys aus. Zuerst im JUZ Eckental, später auch in Nürnberger Clubs wie dem Market oder dem K 4. Darin sieht er keinen Widerspruch: «Für mich hat es schon immer die Bandbreite gemacht. Klar haben alle geschaut, als ich von einer Technoparty gegangen bin, weil ich am nächsten Tag in die Kirche wollte.»
Als er dann vor acht Jahren von der Straßenkreuzer-Chefredakteurin Ilse Weiß gefragt wurde, ob er das CD-Projekt betreuen will, sagte er gerne zu und stürzte sich ins lokale Musikgeschehen. Die Idee hinter der CD, die ausschließlich Stücke von einheimischen Künstlern beinhalten sollte, war es, die Zielgruppe des Straßenkreuzer zu erweitern, ihn jüngeren Menschen aus der Region näherzubringen. Und das funktioniert mehr als gut.
Seit dem Bestehen sind die CDs ausverkauft – und das, obwohl die Käuferschar sich nur zu Teilen ändert. Aber für die «gesetzteren» Herrschaften haben die Verkäufer den richtigen Ratschlag parat: «Verschenken Sie die CD doch einfach an jüngere Familienmitglieder»: Gesagt, getan, und die freuen sich dann auch alle Jahre wieder über diese Szene-Rundschau, die teilweise sogar exklusive Stücke beinhaltet.
Bei der Musikauswahl lassen sich Martin und Artur viel Zeit. Aus Printmedien, über Myspace und in LiveClubs verschaffen sie sich einen Überblick. Der Name des Samplers ist nach all den Jahren so gut, dass die meisten Bands sofort zusagen. Manche fragen inzwischen sogar von sich aus an. Zu den Interpreten auf der CD zählen heuer unter anderem die Dadajugend Polyform, Slackwax, Grand Sports, Gott & die Welt, Orchestre Europa und Bassguerilla. Zusammen mit der Musikzentrale (MUZ) werden dann vier Bands ausgewählt, die bei der Präsentation auftreten.
Diesmal übernehmen das Vandes (Folk-Rock), Carlos Reisch (Funk-HipHop), Gankino Circus (Balkan-Beat) und Mäkkelä & Orkesteri (Lofi-Pop) – natürlich ohne Gage, so wie die vielen Helfer beim Aufbau. Für Martin zählt dieser Abend zu den Höhepunkten eines anstrengenden Straßenkreuzer-Jahres: «Wenn das erste Gitarrenriff erklingt, dann entladen sich die ganze Mühe und der Stress und wir haben einfach nur Spaß.»
David Lodhi, Nürnberger Zeitung, 7.11.09
"Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint", warnte einst Kurt Tucholsky. Einer Erkenntnis, die leider auch für so manch löbliches Benefizprojekt gelten mag. Dass sich sozial und genial aber keineswegs ausschließen müssen, beweist die CD-Reihe des Nürnberger Obdachlosenmagazins "Straßenkreuzer". Auch Folge 7 dient nicht nur der guten Sache, sondern funktioniert gleichzeitig als unterhaltsame Nabelschau mittelfränkischer Musikkultur.
Ob Mundart-Poesie, Punkrock, Indie, Ska, Folk, Rock'n'Roll, Balkan-Klezmer oder alternative Volksmusik - der liebevoll kompilierte Tonträger präsentiert ein buntes Potpourri frei von Mainstream-Mief, das etablierte Szene-Größen ebenso berücksichtigt wie hoffnungsvolle Newcomer und schräge Geheimtipps. Optisch veredelt wird der limitierte Silberling durch ein kultiges Cover-Artwork, für das traditionell ein Meilenstein der Rockhistorie Pate steht. Diesmal wurde mit Besuchern der Wärmestube Kraftwerks Klassiker "Die Mensch-Maschine" nachgestellt. Das hätte auch Tucholsky gewiss gut gefunden.
Uli Digmayer, "Fränkische Nacht" - Monatsmagazin für Bamberg & Umgebung, März 2009
Ein aktueller Querschnitt durch das Schaffen der regionalen Musikszene, garniert mit einem Cover, das den Düsseldorfer Elektropop-Avantgardisten "Kraftwerk" huldigt: Mit der CD "Die Mensch Maschine" hat das Sozialmagazin "Straßenkreuzer" erneut einen Volltreffer gelandet. Seit kurzem haben die VerkäuferInnen des Magazins 1000 Stück der CD im Angebot. Hinter der "runden Sache" steht die Idee, junge und musikinteressierte Menschen auf den Straßenkreuzer aufmerksam zu machen, wie die Projektverantwortlichen Martin Schano und Artur Engler erläutern. Qualitativ konnte das Duo aus dem Vollen schöpfen.
"Vom Altrocker bis zum Nachwuchs-Jazzer, von der international tourenden Country-Band bis zum Elektro-Geheimtipp aus Gostenhof haben wir die ganze Szene durchstöbert." "Nürnberger Nachrichten"-Fotograf Michael Matejka trägt dazu bei, dass es nicht nur was auf die Ohren, sondern auch für die Augen gibt. Zum siebten Mal in Folge setzte der Zeitungsfotograf das Plattencover eines Kult-Albums kongenial für den Straßenkreuzer um:
Für "Die Mensch Maschine" arrangierte er Besucher der Wärmestube und Straßenkreuzer-Engagierte in bewährter Weise so, dass sie sich in Pose und Kleidung kaum vom "Kraftwerk"-Original unterscheiden. Das Booklet infomiert über alle beteiligten Künstler, darunter zum Beispiel die Balkan-Klezmer-Gruppe "Sirba", der Blueser Günter Stössel, das Acoustic-Pop "Trio Tonage", die Rock'n'Roller "The Voodoo Shakers" und die New-Waver "The Plane Is On Fire".
Nürnberg Heute - Magazin des Presse- und Informationsamtes der Stadt Nürnberg, Winter 2008/2009
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, wer sich diese CD zulegt: Die neue Straßenkreuzer-Pressung dient, wie das Sozialmagazin selbst, einem guten Zweck. Aber man tut sich auch selbst etwas Gutes. Weil zwar nicht alle, aber viele der 21 Songs von großartigen Bands und Musikern stammen. Damit bietet die siebte CD der Reihe auch einen Überblick über die regionale Musikszene.
Abwechslungsreich geht es hier zu: Günter Stössel singt sein humorvoll-fränkisches Liedgut, der schräge Elektro-Bastler Bird Berlin hält mit Trash-Pop dagegen. Shark Soup attackieren den Hörer mit harten Gitarrenklängen, während sich die Indierock-Mädels von Petula Plansch eher verspielt geben. Kein Wunder bei einer Damenband, die nach einem Kuscheltier benannt ist.
Die fünf Jungs von The Plane Is On Fire haben ihren Namen einer Notlandung zu verdanken, die zwar ihre Amerika-Tour verzögerte, aber dafür eben zu einem neuen Bandnamen inspirierte. Sie veredeln Punkrock mit New Wave und Glamour-Pop, während The Honey Machine als Zeitmaschine zum Garagen-Beat der Sechziger führen.
Auch schon etwas länger kennt man den Chef der Gruppe St. Stephen: Ein Herr namens Limo, der mit den Shiny Gnomes die Nürnberger Musikszene prägte und nun mit seinem neuesten Projekt auf Country, Blues und Folk setzt.
Das Coverbild der CD stammt wieder vom Fotografen Michael Matejka, der mit Besuchern der Wärmestube ein Motiv der Musikgeschichte nachgestellt hat: "Mensch-Maschine", das Erfolgsalbum von Kraftwerk. Erhältlich ist die Straßenkreuzer-CD, wie auch das Heft, bei den Verkäufern in der Innenstadt. Sie kostet 13,50 Euro, davon gehen sieben Euro an den Verkäufer. Präsentiert wird die CD am Samstag im MUZclub, Fürther Straße 63, ab 20 Uhr, mit Auftritten von beteiligten Bands.
Erik Stecher, Nürnbergplus in der Nürnberger Zeitung, 6. November 2008
Vorgestellt wird der Sampler am 8.11. im Nürnberger MUZclub mit Live-Auftritten von einigen am Sampler beteiligten Bands. Über die Entstehung des Samplers sprachen wir mit Martin Schano, der seit 2002, also von Beginn an, maßgeblich an dem Projekt beteiligt ist und sich unter anderem für die Musikauswahl verantwortlich zeichnet. Seine aktuelle Heimat sind die Nürnberger Nachrichten, zuvor war er bereits unter anderem für den Zündfunk tätig.
Das Artwork des Samplers ist wie in jedem Jahr einem berühmten Cover der Musikgeschichte nachempfunden. Von den Beatles, über AC/DC, Robbie Williams oder zuletzt Madness war schon eine ganz ordentliche Bandbreite vertreten. In diesem Jahr wurde das Kraftwerk-Cover „Mensch-Maschine“ nachgestellt.
Woher kam diese Idee und nach welchen Ansprüchen werden die Vorbilder ausgewählt?
Martin Schano: Der Anspruch ist: Möglichst viele Leute müssen es kennen, es muss also ein wirklich berühmtes Cover sein. Das zweite Kriterium ist, dass mehr als drei Leute darauf zu sehen sind, denn wir wollen ja Wärmestubenbesucher, bzw. Hefteverkäufer darauf abbilden. Sie sind der Mittelpunkt des Projekts, also sollen sie auch auf dem Cover sein. Michael Matejka, Fotograf der Nürnberger Nachrichten, setzt unsere Wünsche jedes Jahr um - und wir brechen jedes Jahr zusammen vor Lachen, wenn wir zum ersten Mal die E-Mail mit dem neuen Cover öffnen.
Das Vorwort im Booklet hat diesmal Bernadette La Hengst verfasst, wie kam es zu der Zusammenarbeit bzw. warum wurde sie gewählt?
Schano: Bernadette ist eine Musikerin, die etwas zu sagen hat, und das passt genau in unser Anforderungsprofil an den Vorwortautor. Die Anfrage hat Michael Ströll (Kolporter / Buddy & The Huddle) eingefädelt. In der Vergangenheit schrieben Musikjournalisten, -Fachleute oder Autoren wie Franz Dobler, MTV-Markus Kavka und Zündfunk-Moderator Ralf Summer ein paar nachdenkliche Worte, die mir allesamt imponiert haben.
Die Auflage der CD ist über all die Jahre konstant bei 1 000 Stück geblieben, während die Musikindustrie ständig über sinkende Absatzzahlen klagt und so manche Band wahrscheinlich froh wäre, sie würde 1 000 Alben verkaufen. Wo liegt der Reiz, das Geheimnis des Samplers - abgesehen davon, dass die KäuferInnen damit einen guten Zweck unterstützen?
Schano: Ich denke, wir haben da eine - wenn auch kleine - Marktlücke entdeckt. Die Stücke, die auf den CDs sind, sind musikalische Visitenkarten der Musiker. Die sieben bislang erschienenen CDs birgen ein Who-is-Who der fränkischen Musikszene, die noch lange nicht komplett dargestellt ist.
Auch in diesem Jahr sind über 20 Bands und Künstler auf dem Sampler vertreten, ein Nachwuchsproblem scheint es in Franken also nicht zu geben?
Schano: Wir können aus dem Vollen schöpfen. Alleine, was die NN-Rockbühne jedes Jahr hervorbringt, nötigt uns großen Respekt ab. Und mit der neuen Aufstellung der Musikzentrale kommt zusätzlicher Schwung rein. Der MUZclub ist für uns daher auch der ideale Veranstaltungsort für die CD-Präsentation.
Alle auf dem Sampler vertretenen MusikerInnen stammen aus Franken bzw. leben dort, nach welchen Kriterien erfolgt die Musikauswahl noch?
Schano: Die Musiker sollten einen gewissen Anspruch an ihre Musik und an ihre Band legen, den man auch hören sollte. Wir mussten aus diesem Grund auch schon Anfragen ablehnen. Außerdem wollen wir die unterschiedlichen Szenen des Großraums Nürnberg abbilden, und das möglichst auf einer CD. Zwei Bands eines Genres sollen nicht auf der selben CD aufeinandertreffen.
Es ist bereits die siebte Ausgabe des Samplers und damit ein offensichtlich erfolgreiches Projekt, gibt es denn schon Nachahmer in anderen Städten?
Schano: Der Straßenkreuzer e.V. ist gut vernetzt mit den anderen deutschen Straßenzeitungen - einen Benefiz-Sampler gibt es nur in Nürnberg. Sampler, die die lokale Musikszene abbilden, gibt es in anderen Städten auch. Doch so beharrlich wie wir ist kaum jemand, denn wir sind bis in die Haarspitzen motiviert.
Interview: Sebastian Gloser, www.sellfish.de, Oktober 2008
Wenn sich Klaus Schamberger und die Punk-Band „Rejected Youth“ auf ein und derselben CD wiederfinden kann das nur eines bedeuten: Die neue Straßenkreuzer-CD ist da! Offiziell vorgestellt wird sie am 3. November im Club der Musikzentrale.
Alle Jahre wieder beglückt eine neue Leistungsschau der regionalen Subkultur das Sammlerherz, nun schon zum sechsten Mal. Und wie immer ist es viel zu schade, sie einfach im CD-Regal verschwinden zu lassen. Schon allein, weil für jede Ausgabe ein berühmtes Cover der Musikgeschichte liebevoll von Verkäufern des Obdachlosen-Magazins „Der Straßenkreuzer“ nachgestellt wird. Diesmal ist „One Step Beyond“ von Madness dran, wie immer fotografiert von NN-Fotograf Michael Matejka.
Vertreten sind auf der Platte Bands aus der ganzen Metropolregion. Und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der trendige Szenegänger findet sich im ambitionierten Dance-Projekt „Wrongkong“ wieder, der Nostalgiker im nölenden Bob-Dylan-Sound von Doc Scholz und der Rasta-Lebemann im lässig aus dem Ärmel geschüttelten Dancehall-Reggae von „Uprisin’“. Das Vorwort kommt allerdings aus Augsburg: Der Journalist und Schriftsteller Franz Dobler erzählt von der Schande des sozialen Abstiegs.
Nicht alles muss gefallen. Das meint übrigens auch Martin Schano, der die CD gemeinsam mit Artur Engler zusammengestellt hat. Doch er sagt: „Wir sehen uns nicht als Qualitäts-, sondern als Szene-Filter.“ Gerade die Reibungen machen den Silberling spannend. Niemand wird ausgegrenzt — mal abgesehen vom Mainstream. In der Großraum-Disko wird eben nicht vom Ehrenmord gesungen, wie das die Band „Quantensprung“ macht. Einziges Dilemma: Wenn man keine fünf Ska-Punk-Bands auf einer CD haben möchte und trotz der 19 Zutaten noch ein schmackhaftes Gericht zaubern will, muss man fleißig Demos schickende Bands schon mal aufs nächste Jahr vertrösten. „Einige waren richtig sauer. Das tut mir immer wahnsinnig Leid“, meint Schano.
Wer sichergehen will, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Straßenkreuzer-CD erscheint, besorgt sich den Silberling am Besten am Samstag, 3. November, im Muz-Club. Ab 21 Uhr wird dort mit den beteiligten Musikern und Straßenkreuzer-Verkäufern die Veröffentlichung gefeiert. Der Gostenhofer Liedermacher und Vollblut-Entertainer El Mago Masin spielt dabei mit seiner Band „Wildcamping“ fröhlich fränkelnden Ska-Punk und zeigt, dass in seinem Viertel der Freigeist pulsiert. „Loro Loco“ zaubern Latino-Feeling made in Fürth auf die Bühne und „Yucca” lassen mit Dance-Punkt, angetrieben von wilden Synthesizern, das Tanzbein kräftig zucken.
Wer diese Sause verpasst, wendet sich einfach an den Straßenkreuzer-Verkäufer seines Vertrauens und beschert ihm ein schönes Weihnachtsgeschenk: Vom Verkaufspreis von 13,50 Euro bekommt er sieben Euro. Aber Beeilung! Zuletzt waren die 1000 Exemplare immer schnell ausverkauft. „A subber CD“ eben, wie Comedian Matthias Egersdörfer im vergangenen Jahr prägnant zusammenfasste. Eine neue Chance gibt es aber mit Sicherheit im nächsten Jahr: „Wir hätten Ideen für zehn CDs“, so Schano.
Martin Müller, Nürnberger Nachrichten, 31.10.2007
Was ursprünglich als Werbegag für die Obdachlosenzeitung geplant war, feiert nun schon seine fünfte Auflage. Inzwischen ist es längst kein Problem mehr, Künstler für das Projekt zu gewinnen. Die Bands sehen in der Straßenkreuzer-CD eine gute Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen. Und der jeweilige CD-Verkäufer profitiert auch davon. Insofern wäscht eine Hand die andere.
Oliver Tubenauer im Heimatspiegel auf Bayern2 am 6.11.06
Ehre, wem Ehre gebührt! Und deshalb ist hier und jetzt eine Eloge fällig – auf das Team um Martin Schano und Artur Engler. Sie haben wieder einen Straßenkreuzer-Silberling herausgebracht, den inzwischen fünften, der die 13,50 Euro mehr als wert ist! (Und es ist klasse, dass dank Sponsoren sieben Euro bei den Sozialmagazin-Verkäufern hängen bleiben).
Das Tolle beginnt schon beim CD-Titel. NN-Fotograf Michael Matejka hat erneut das Cover eines erfolgreichen Pop-Albums mit Hilfe des Straßenkreuzer-Personals herrlich paraphrasiert: Nach Beatles, Pink Floyd oder AC/DC ist Robbie Williams und sein „Sing when you're winning«-Opus an der Reihe. Heißes Foto samt Mini-Pokal!
Die Zusammenstellung der 18 Songs von 18 höchst unterschiedlichen hiesigen Bands ist bestens gelungen: Dreckig-rotzig, irisch-folkig, gitarren-konzertant, rasta-beatig, homebasig, chill-out-spacig, zip-on-rockig, bar-jazzig, regionalexpressbluesig, brit-balladesk bis beatig, jazz-hip-hoppig, latinofidel, folk-rockig ... »A subber CD«, sagt Matthias Egersdörfer am Ende, der hintersinnig fränkelnd eine Klammer setzt. Recht hat er!
Jo Seuß, Nürnberger Stadtanzeiger, 1.11.06
Der obligatorische Blick auf das „Gutes-Getan-Konto“ auf der Weihnachtszielgeraden führt derzeit bei so manchem zu panischen Omas-über-die-Straße-helfen-Attacken. Gut Werk geht auch leichter: Mit dem Kauf der Straßenkreuzer-Kompilation unterstützt man die Obdachlosenselbsthilfe und erwirbt zugleich ein wunderbares Stück Musik.
Tom Kronau im Magazin PRINZ Nürnberg, Ausgabe 11/06
Auch dieses Mal finden sich auf der CD 19 fränkische Bands und Solokünstler, die größtenteils exklusive Stücke zur Verfügung stellten. Die Auflage beträgt 1.000 Stück und wie jedes Jahr startet der Verkauf mit einem Konzertabend, der am 3. November im Zentralcafé des K4 stattfindet. Live on Stage stehen hierbei der Comedy-Künstler Matthias Egersdörfer, die emporstrebenden My New Zoo - immerhin bereits zum Newcomer des Monats auf Bayern 3 gekürt - Sideshow Bop aus Weißenburg, Livin´ 4 und Green Apple Sea. Den Sampler gibt es exklusiv bei der Präsentation zum Sonderpreis von 10,- EUR, danach könnt ihr sie für 13,50 EUR bei ca. 50 Verkäufern im Großraum Nürnberg, Fürth und Erlangen erwerben. Davon verdient der Verkäufer ganze sieben Euro, ein riesen Ding und eine tolle Sache gerade zur Weihnachtszeit. Zusätzlich supportet Ihr damit die lokale Musikszene, was ebenfalls aller Ehren wert ist. Damit Ihr genau wisst, welches Kleinod Ihr da in den Händen halten könnt, hier die auf der CD vertretenen Künstler:...
Stadtmagazin curt 11/06
Wer sich des öfteren auf Konzertabenden im Großraum Nürnberg tummelt, hat längst bemerkt, dass die regionalen Bühnen von einer höchst lebendigen Musikszene bespielt werden. Trotzdem: Wer die Songs der lokalen Lieblingsbands auf einem Silberling vereint sehen will, wird in den Plattenläden nicht fündig. Der "Straßenkreuzer" füllt die Lücke aus. Seit dem Jahr 2002 veröffentlicht das Sozialmagazin einmal im Jahr einen Sampler, auf dem die ganze Vielseitigkeit der fränkischen Musikszene deutlich wird. Erfahrene Blues-Recken treffen da auf rotznasige Nachwuchs-Punks, Techno-Beats auf schaurig-schön leidende Liedermacher.
Und selbst wenn man alle Interpreten kennt (wozu man schon ein breakdancender Punk mit einem Hang zur Melancholie und einem Strohhalm im Mundwinkel sein müsste), lohnt sich die Anschaffung: Sämtliche Songs sind auf dem "Straßenkreuzer-Sampler" erstmals veröffentlicht. Wenn man eines der 1000 Exemplare ergattern kann, hält man also eine echte Rarität in den Händen. (...) Zur Erkenntnis, dass es vielleicht doch noch ein paar Szenen zu entdecken gibt, taugt sie allemal.
Martin Müller, Nürnberger Nachrichten, 30.10.2006
"Mein Traum ist es, rebellische Musik zu machen. Ich meine, einen Umbruch in den Herzen und Köpfen hervorzurufen", erzählt Tobias und sagt sofort: "Nein, schreib' das nicht. Sonst halten mich noch alle für bekloppt." Umbruch, Herzen, Köpfe. Natürlich sind das große Worte. Aber in seinen Liedern erreichen manchmal auch kleine Worte genau das.
"Wenn du schön wohnst, dann wohn schön für mich mit. Hier unten tropft der Sprit auf mein Bananenkistenbett", sang Gymmick kürzlich auf der Release-Party der neuen Strassenkreuzer-CD. Ein paar Augenblicke lang wussten die Versammelten nicht recht, ob sie das nun lustig finden oder betroffen sein sollten. Manche lachten schließlich, andere guckten zu Boden. Ganz sicher war sich keiner. "Das sind die magischen Momente", sagt Tobias - und es klingt nicht kitschig.
Auszug aus Hanna Grabbes Porträt über Tobias Hacker alias "Gymmick" in der Rubrik "Bayernkurier" bei BR 2 - Zündfunk, 2006
Der Straßenkreuzer: Seit dem Winter 1994, als er mit 10.000 Heften startete, hat er sich ganz schön gemacht - und die Auflage mehr als verdoppelt. Finden wir gut und wichtig.
Verkauft von Mittel- und Obdachlosen, gemacht von professionellen Journalisten, ist er ein Sprachrohr für Menschen in sozialer Not. Zu kaufen bei etwa 50 Verkäufern und Verkäuferinnen auf den Straßen Nürnbergs, Fürths und Erlangens.
Zusätzlich zur Zeitschrift veröffentlicht der Straßenkreuzer e.V. aber auch jährlich im November einen Sample mit regionaler Musik jenseits des Mainstreams. So auch dieses Jahr. Auf dem inzwischen vierten Sampler finden sich 18 Bands, darunter so unterschiedliche wie die jazzigen Funkrocker Projekt Caravelle, die schon auf dem Brückenfestival trotz stürmischem Wetter überzeugen konnten, das Elektro-Dance-Duo Die Perlen, die famosen Trash-Rocker Sexo Y Droga, neulich erst noch als Vorband der Thermals im K4 gesehen, und der stadtbekannte Barde Gymmick mit einem ordentlichen Stück Sozialkritik.
Die meisten Songs wurden extra für die Straßenkreuzer-CD produziert oder aus den tiefsten Soundarchiven hervorgeholt. Schließlich soll der Käufer auch was Exklusives in den Händen halten. Erhältlich ist das gute Stück ab dem 5.11. bei den Straßenkreuzerverkäufern. Nach den Beatles, AC/DC und Deep Purple wurde diesmal ein Elvis-Cover neu interpretiert. Sieht schick aus. Nur Original mit Ski, unserem fränkischen Elvis, vorne drauf. Wie alle Jahre wird schön aufgefeiert bereits einen Tag vor dem Straßen-Release des "Straßenkreuzer 4".
Unter dem Motto "Tu was Gutes und belohn dich selbst!" spielen am Freitag, 4. November, Enno Palucca (Deutschrock vom Goldenen-Zitronen-Drummer), Mars Mushrooms (Jamrock á la Grateful Dead), Sonic Flowers (Sixties-Trash-Pop) und Marshall Brainstorm (Chanson-Punk) im K4 Zentralcafé. Alle Bands sind natürlich auch auf der CD vertreten. Danach gibt´s die Afterparty mit dem High-On-The-Hill-DJ-Team. Eine echt runde Sache. Tut mal was Gutes - für Euch und die Jungs und Mädels da draußen.
curt, Stadtmagazin Nürnberg, November 2005
Nein, 50 Millionen Menschen wird die neue Benefiz-CD zugunsten des Obdachlosen-Magazins "Straßenkreuzer" wohl nicht erreichen. Dazu ist die Auflage von tausend Exemplaren doch zu klein. Zu Ehren des 70. Geburtstages von Elvis Presley in diesem Jahr (viele glauben ja nach wie vor, der Sänger sei gar nicht tot) wählten die Macher des vierten "Straßenkreuzer"-Samplers dennoch das Motiv, das die "Best of"-Kompilation des King of Rock'n'Roll ziert und auf dem "50 000 000 Elvis Fans Can´t Be Wrong" zu lesen steht.
"Bekannte Plattencover zu verfälschen, ist Teil unseres Konzeptes", erklärt Martin Schano, einer der Macher des Benefiz-Albums. "Abbey Road" von den Beatles oder AC/DCs "Highway To Hell"-Album mussten so schon herhalten, zuletzt das "Mount Rushmore"-Motiv von Deep Purples "In Rock".
Darauf sind dann natürlich weder vier amerikanische Präsidenten, noch die englischen Hardrocker, sondern Verkäufer des "Straßenkreuzers" in Stein gemeißelt zu sehen.
Auf "50 000 000 Straßenkreuzer Fans Can´t Be Wrong" tummeln sich nun die Verkäufer statt um den echten "King" um dessen Nürnberger Pendant, den Elvis-Imitator Ski. "Ski hat uns sein Konterfei zur Verfügung gestellt", erzählt Schano, "und gleich noch einen Song beigesteuert." Neben dem Franken-Elvis ist auf dem am 4. November erscheinenden Sampler unter anderem Musik von der hervorrangenden Sixties-Popband Sonic Flowers, von den Countryplagiatoren The Grand Paradiso und den Garagenrockern Sexo Y Droga zu hören.
"Es gibt keine feste Ausrichtung", sagt Schano, "wichtig ist vor allem, dass verschiedene Spielarten von Popmusik vertreten sind."
Von HipHop über Break Beats bis Gospel reicht die Spanne auf dem vierten und erneut sehr hörenswerten Werk des Sozialmagazins. Die meisten Beiträge erscheinen zudem exklusiv auf der "Straßenkreuzer"-Platte.
"Für die Bands ist das eine Art Spende", meint Schano, ihr Engagement bekämen die Musiker in Form von gesteigerter Prominenz zurück: "Karitative Projekte werden ja gerne belächelt. Aber unsere CD kauft man nicht aus Mitleid." Der Sampler ist inzwischen ein fester Bestandteil des Nürnberger Musikjahres. Viele Bands, erzählt Schano, kämen nun schon auf ihn zu, um ihre Songs anzubieten.
"Tu´ was Gutes und belohne dich selbst", ist deshalb das Motto der "Straßenkreuzer"-CD - und dies gilt auch für den Käufer. 13,50 Euro kostet das erwerbenswerte Album, das dann alleine von den etwa 50 Händlern des Heftes feilgeboten wird. Sieben Euro dürfen die Verkäufer davon selbst behalten. Ihre "Weihnachtsgratifikation" nennt das Schano.
Christian Rothmund, Nürnbergplus in der Nürnberger Zeitung, 27. Oktober 2005
Zum dritten Male hat das Nürnberger Obdachlosen- und Stadtmagazin eine Compilation herausgebracht. 19 Bands aus dem Nürnberger Raum haben wieder einen Track zur Verfügung gestellt. Ob Blues, HipHop, Rock, Jazz oder auch elektronische Töne, die CD enthält für jeden Musikliebhaber etwas und kann beruhigt von 1 bis 19 durchgehört werden, ohne dass Langeweile aufkommt.
Unter anderem sind auf dieser Scheibe der Nürnberger Künstler Dan Reeder, dessen Album international für Aufmerksamkeit sorgte, die Deutschpunk-Band Genetiks, die Melodic-Rock-Combo No Expectations, das Elektronik-Duo Klang & Spallek oder der vor kurzem verstorbene Kevin Coyne vertreten. Als kleines Extra kann man sich noch ein kleines Musikvideo der letztjährigen Release-Party des zweiten Samplers am Computer anschauen. Zu haben ist die CD bei den rund 50 Straßenkreuzer-Verkäufern und im Musikzentrale-CD-Shop.
Autor: Stereokultur, "Zentralnerv" - Das Musikmagazin der Musikzentrale, Januar-März 2005
Die Ideen wollen ihnen partout nicht ausgehen: Zierten schon die Covers der beiden bislang erschienenen "Straßenkreuzer"-CDs herrlich-witzige Persiflagen auf die Plattenhüllen der legendären Rockscheiben "Abbey Road" von den Beatles und "Highway To Hell" von AC/DC, so musste diesmal Deep Purples Klassiker "In Rock" herhalten.
Die in Stein gemeißelten Konterfeis der Musiker waren 1970 natürlich in Anlehnung an das amerikanische Nationaldenkmal in Mount Rushmore erschienen, wo die vier US-Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln verewigt sind. In der Straßenkreuzer-Version - wieder kongenial in Szene gesetzt von NN-Fotograf Michael Matejka und Layouter Wolfgang Gillitzer - sind natürlich fünf "Straßenkreuzer"-Verkäufer zu sehen.
Doch auch inhaltlich überzeugt die dritte Benefiz-CD des Nürnberger Sozialmagazins auf der ganzen Linie: 19 Gruppen und Musiker der Region haben dem kleinen Trägerverein ein Stück gespendet. Der Clou: Es handelt sich fast ausschließlich um neues oder unveröffentlichtes Material.
"Mittlerweile ist es so, dass die Bands von selbst auf uns zukommen", erzählt Martin Schano, der zusammen mit Artur Engler auch den dritten "Straßenkreuzer"-Sampler zusammengestellt hat. Rund die Hälfte der diesmal vertretenen Bands und Musiker haben die beiden Musikkoordinatoren angesprochen, der Rest hat sich beworben.
Der gute Ruf der seit 2002 jährlich erweiterten Reihe hat sich also längst in der fränkischen Musiklandschaft herumgesprochen. "Wir haben diesmal eine 1500er-Auflage, da kann man sich als Band schon schön präsentieren", lacht Schano, der sich bereits erste Gedanken über die nächste CD gemacht hat, die 2005 erscheinen soll.
Doch nun muss erst mal "Drei" beworben werden. (...) Stilistische Grenzen kennt das "Straßenkreuzer"-Team bei der Auswahl keine - und bleibt dennoch geschmackssicher.
Mit einem derartigen Mix kommt der ambitionierten Samplerreihe neben der willkommenen Weihnachtsgratifikation für die Verkäufer (von 13,50 Euro gehen sieben an die Verkäufer) auch ein szeneverbindendes Element zu: Die Samplerreihe ist ein Aushängeschild für die lebendige regionale Musikszene.
Stefan Gnad, Stadtkultur im Nürnberger Stadtanzeiger, 3. November 2004
Nach dem Erfolg der ersten Compilations des Sozialmagazins, das von obdachlosen und armen Menschen an den Mann bzw. an die Frau gebracht wird, gibt es nun Teil 2 der CD-Reihe. Der Clou: 19 Bands und Produzenten aus Franken spenden einen extra für die CD produzierten Track. Das Resultat: Eine abwechslungsreiche Mischung mit Stücken von Hidalgo, Yohto, Ernie´s Tale, Cosmo Kiosk, Matizz & Modemellow und vielen mehr.
Das sind exklusive Tracks, also nicht auf irgendeinem Release zu finden und langweilig, da eh schon mal gehört. Die Auflage ist auf 1500 Stück limitiert und wird nicht im Laden, sondern ausschließlich auf der Straße verkauft. Mit einer Ausnahme: am 15. November wird die Compi offiziell im Festsaal des K4 vorgestellt. (...) Wer sich also einen Überblick der gegenwärtigen Musikszene Frankens verschaffen will, kann dabei gleichzeitig den homeless people was Gutes tun - und das ist ja wohl mehr als aller stillen Ehren wert.
curt Stadtmagazin, November 2003
Superleistung, die neue CD "Straßenkreuzer Zwei". Wieder haben sich 18 Bands und Interpreten gefunden, um eine fast schon genial zu nennende CD bespielt, mit der jeder einen breitgefächerten Überblick über den musikalischen Output Mittelfrankens bekommt. Gleich richtig zur Sache geht Inspector Po mit "Magic", Hidalgo steuern ihre Pop-Indie-Perle "Driving The Car" bei, Lilo Kraus und Chris Schmitt führen bei "La Guanbina" die Harfe und die Bluesharp zusammen, Phyxe bilden sich ihren eigenen Märchen-Rap-Reim, Argile mit der Querflöte von Dieter Weberpals legen leise Töne mit "Audio Landscapes" vor.
Ein bisschen Pogo auf Balkan machen die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften mit dem "Lachenden Vagabund" und ihrer Zirndorferin. Aus der Sparte Rock bringt Sky Promises Rain mit "Deepfield South" einen gelungenen Beitrag. Auch Thojo hat sehr innovative Ansätze bei ihrem Song "Liebe" - eine Mischung aus Rock, Gitarren und ein bisserl Pop. Swing, Ska, Latin, Country und Tom Waits nicht zu vergessen - Ernie´s Tale mit "Preacher Song", remixed by DJ Cosmik vs DJ Majbour. Die Blackporch Tunes mit ihrem Blues und Boogie und "No Matter How She Done It" bringen noch eine Facette der musikalischen Vielfalt mit.
Purer Rock'n'Roll, klar, die Hot Rod Gang ist mit "Keen On You" auch dabei. Kommen auch ein wenig Tom-Waits-like mit etwas mehr Gitarre daher - toller Beitrag von Krunk mit "Life Stinks". New Orleans Jazz von Hotklub und dem Stück "Going Down" sowie Yohto mit Reggae-Live-Beats und "Set A Sign". Cosmokiosk klingen mit "Panacea" ein wenig wie die früheren Velvet Underground, minimalistische Popmusik. Elektronisch wird´s zum Schluss.
rum'n'Bass-Sound von Matizz & Modemellow mit "A better day" und von Michael Markert alias Zeichensprecher und dem Track "Comeback". Fazit: Ein Muss für untern Christbaum und eine gute Gelegenheit, den Straßenkreuzer zu unterstützen. Die CD ist nicht im Handel, sondern nur auf der Straße erhältlich.
Autor: Wes, Stadtmagazin Doppelpunkt, November 2003
Zackig, luftig, harfen-und-harp-zart, pop-hoppig, weltflötmusikalisch, spaßpunkig, gitarrenrockig, schöngeistig, knack-jazz-rockig, locker-flock-bluesig, glasklar-rockabillig, tom-heiß-cool-waitsig, volldynamisch, reggae-jazzig, schrammelrockig, verspielt und abgeswingt: so verschiedenartig klingen die 17 Stücke von hiesigen Bands auf "SK/02", dem zweiten Straßenkreuzer-Benefiz-Sampler, der mit einer leichten Verballhornung der Hardrock-Legende AC/DC "Haiwäih Do Sell" heißt.
Die Scheibe hat natürlich qualitative Schwankungen, aber trotzdem das gewisse Etwas. Und sie zeigt, wie weltläufig Nürnberg geworden ist (Argile, Hotklub, Hidalgo!), was selbst die zwei Dialekt-Haikus von Fitzgerald Kusz untermauern. Seine finale Bemerkung nach 70 Minuten lautet: "Bei manche Laid fängd des Oarschluuch scho in der Waffl ooh." Peng!
Jo Seuß, Stadtkultur im Nürnberger Stadtanzeiger, 17. Dezember 2003
Wer derzeit in Erlangens Gassen von den Mitarbeitern des "Straßenkreuzer" neben der Zeitschrift auch eine CD zum Kauf angeboten bekommt, wundert sich über den Mann auf dem Cover. Den kennt man doch! Aber so hat man Fitzgerald Kusz garantiert noch nicht gesehen: Für die neue Straßenkreuzer-Benefiz-CD "Haiwäih do Sell" posiert der fränkische Mundartpoet als kleines Teufelchen im Stil von "AC/DC"-Sänger Agnus Young - in Schuluniform und mit Hörnern aus Croissants.
Kusz steuerte neben seinem bekannten Gesicht auch einen künstlerischen Beitrag bei: Zwei Haiku-Gedichte in fränkischer Mundart stehen am Anfang und am Ende der CD...
Stefan Mößler-Rademacher, Erlanger Nachrichten, 11. Dezember 2003
"Haste mal ein Stück", hatten die Macher des Obdachlosenmagazins "Straßenkreuzer" gefragt, und mehr bekommen, als sie erwartet hatten. 19 Musiker aus dem fränkischen Raum setzten sich hin und komponierten für eine Benefiz-CD, die mit einem Konzert im Künstlerhaus vorgestellt wurde.
Begeistert dabei waren nicht nur die Musiker von 16 Hell Ventiler, Boozoo Bajou, Mäkkelä´s Trash Lounge und Mano Nelson, Shivas, Something is rotten in the state of Wallawallabingbong und die Truffauts. Auch für den Feinkostladen "Il Nuraghe", bekannt für sardische Spezialitäten, war es Ehrensache, dabei zu sein. Mit einer noch mechanisch betriebenen Aufschnittmaschine wurde bei der Präsentationsfeier bis Mitternacht luftgetrockneter Schinken geschnitten und zu Weißbrot serviert. Inhaber Giuseppe Atzeni ließ es sich nicht nehmen, an diesem Abend selbst hinter der Theke zu stehen.
Ulrike Löw, Sonntagsblitz, 3. November 2002
Wie die Beatles beim legendären Abbey-Road-Album schreiten VerkäuferInnen des Obdachlosenmagazins "Straßenkreuzer" auf dem Cover ihrer ersten Benefiz-CD über den Zebrastreifen. Neue Wege geht auch das renommierte Obdachlosenmagazin selbst: Die CD "Straßenkreuzer eins" soll dem gemeinnützigen Verein Geld in die Kassen spülen, und das auf spielerische Art. 19 namhafte Bands und Musiker aus dem fränkischen Raum haben exklusiv für den Straßenkreuzer ein Stück komponiert.
Einige der Bands geben sich heute am Samstag um 21 Uhr im Nürnberger K4, Königstraße, live die Ehre: 16 Hell Ventiler, Boozoo Bajou, Truffauts, Shivas, Something is rotten in the state of Wallawallabingbong, Mäkkelä´s Trash Lounge und Mano Nelson und die DJs Ralf Summer (BR 2, Zündfunk) und Stefan Wagner (Radio Z, Castrop Rauxel) sind zu hören. Auch ist am Samstag die CD erstmals erhältlich. Ab dem 27. Oktober übernehmen die Straßenkreuzer-Verkäufer wieder selbst den Verkauf.
Lokalteil Nürnberger Nachrichten, 26. Oktober 2002
Am heutigen Samstag wird ab 21 Uhr im Nürnberger Künstlerhaus mit einer langen Konzertnacht ein ungewöhnliches CD-Projekt vorgestellt: Fünf der 19 Bands, die bei einem Sampler zu Gunsten der Zeitschrift "Straßenkreuzer" mitgewirkt haben, stehen dort auf der Bühne.
Zu hören gibt´s dann unter anderem 16 Hell Ventilers, die Shivas und The Truffauts. Danach legen noch drei DJ-Crews ihre Platten auf. Alle Rockformationen spendeten für die CD "Straßenkreuzer Eins" einen bislang unveröffentlichten Song. Der Verkaufserlös der CD kommt "Frankens Magazin für Menschen in sozialer Not" zugute.
Feuilleton der Nürnberger Nachrichten, 26. Oktober 2002
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