Straßenkreuzer

Das Sozialmagazin

Aktuell

Die neue Ausgabe des Straßenkreuzer mit dem Titel
»Sitten und Gebräuche«

Sitten und Gebräuche sind Teil jeder Kultur. Sie verbinden deren Mitglieder durch bestimmtes Brauchtum, durch Verhaltensweisen, Werte und moralische Regeln. Sie genau zu definieren ist allerdings schwierig. Was damit zu tun hat, dass sich eine Gesellschaft wandelt. Den Satz, „Es gehört sich so, dass ich als Mädchen meiner Mutter beim Abwaschen helfe“, würden wir kaum einem deutschen Kind zuordnen. Stimmt. Die neunjährige Rosa sagt ihn, sie ist Kurdin. Aber: „Lange offene Haare sind tabu, niemals einen Jungen, einen Mann zuerst anreden“, sagt eine Deutsche. Emma Mayer (83) erinnert sich so an ihre Jugend und ihre Zeit als junge Ehefrau.
Schon ein Blick auf eine gewöhnliche Woche zeigt etliche Restbestände einst unumstößlicher Regeln, den sittlichen Kitt, der eine Gesellschaft mit zusammenhält. Hausordnung am Samstag? Damit am Tag des Herrn Sauberkeit und Ruhe herrsche. Waschen am Montag? Ja, weil die Frauen nach der schweren Arbeit Reste vom fetten Sonntagsessen wärmen konnten.
Andere Länder, andere Sitten – oft ermöglicht der Blick auf eine fremde Kultur den schärferen Blick auf die eigene. Laoten zum Beispiel waschen sich bekleidet und finden Eier am Spieß ganz normal.
Typisch fränkisch ist übrigens kaum was. Nicht mal das Betzenaustreiben. Typisch religiös motiviert ist dagegen vieles. Auch der Fisch, der freitags unumstößlich auf vielen Kantinenplänen steht.
Wie hilfreich, dass es auch den Außenblick auf deutsche Sitten und Gebräuche gibt: Manager aus anderen Kulturen lernen unter anderem, dass wir Müll trennen in farblich gekennzeichneten Tonnen, dass wir relativ förmlich sind und „Dienstleistungen ohne ein begleitendes Lächeln erbringen, einfach um die gewünschte Leistung so schnell wie möglich abzuwickeln“. Das „Sie“ ist eine Sache für sich, Pünktlichkeit ist üblich, Hunde dürfen sogar in viele Restaurants. Nur die Autowäsche, der Deutschen liebstes Hobby an Samstagen, ist auf öffentlichen Straßen inzwischen gesetzlich verboten, wegen der Umwelt. Also nicht wundern, wenn samstags nun an Autowaschanlagen Schlangen entstehen. Immerhin gerne ohne Lächeln. So schnell ändern sich die Sitten nicht!


Geheimnisvolle Mauern –
Burgen und Schlösser im Frankenland

Fotoausstellung von Straßenkreuzer-Fotograf Uwe Niklas

Seit Beginn seines Studiums ist der Künstler immer wieder mit der Lochkamera unterwegs um kleine und feine Augenblicke festzuhalten. Für ihn ist dies eine willkommene und notwendige Abwechslung zur digitalen Bilderflut. In seinem neuen Projekt beschäftigt sich der Nürnberger Fotograf mit den historischen Gebäuden seiner Heim.

Ausstellungseröffnung: Freitag, 8. Mai 2009, 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 8. Mai bis 21. Juni 2009
Führungen für Kinder: 21. Juni – 15, 16 und 17 Uhr
(im Rahmen der Stadtverführungen)

Kulturladen Schloss Almoshof
Almoshofer Hauptstraße 49-53, Nürnberg,
Telefon: 0911 / 934 49-47-0
www.kuf-kultur.de/almoshof

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 10-12 Uhr, 14-16.30 Uhr, Di zusätzlich bis 18 Uhr, So 14-17 Uhr mit Kunstcafé,
sowie nach Vereinbarung – Pfingstfeiertage mit Café geöffnet


Ende der Fastenzeit

Pünktlich zu Ostern wird der „Küchenkreuzer“ neu aufgelegt. Die erste Auflage war schon nach wenigen Wochen komplett ausverkauft. Aufgrund einer Vielzahl von Nachfragen geht das ungewöhnliche Koch- und Lesebuch, das 29 Köchinnen und Köche mit Geschichten und so guten wie günstigen Rezepten füllen, zum Verkaufspreis von 9,80 Euro in die zweite Runde. Danke für Ihr großes Interesse – und viel Genuss beim Lesen und Kochen!


Zauberhaft in jeder Beziehung

…war die Benefiz-Party, die „The Gerrys“ zum nunmehr 4. Mal für den Straßenkreuzer organisiert haben: Die „Kocherei“ am Nordostpark, Schauplatz der magischen Nacht mit viel Zauber, Musik und tollem Buffet, war komplett ausgebucht. Alle Künstler traten wieder ohne Gage auf, so auch Professor Toni Forster, der geheime Wünsche und verschollen geglaubte Erinnerungen seiner menschlichen „Versuchskaninchen“ wusste. Da blieb so manchem Gast vor wohligem Erschauern der Mund offen – und dem Straßenkreuzer-Team später beim Zählen der Spenden: rund 2000 Euro gingen ein, neuer Rekord! Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden und besonders an Gerry und seine Band, die den Abend wieder schwungvoll musikalisch gestalteten.


Beste Stücke aus der Werkstatt zum Lesen und Lauschen

Titelabbildung Die Schreibwerkstatt des Straßenkreuzers hat erstmals ein Bändchen mit ausgewählten Texten aus bald 14 Jahren Schaffenszeit veröffentlicht. Die „Eigengewächse“ im grasgrünen Leineneinband mit orangefarbenem Lesebändchen sind für 7.30 Euro bei allen Verkäuferinnen und Verkäufern zu haben. Die Schreibwerkstatt selbst freut sich, wenn sie bei Gemeindeveranstaltungen, in Schulklassen oder bei Kulturtreffs Kostproben lesen darf. Dazu gibt es Einblicke in ein Sozialmagazin und die Arbeit der Schreibwerkstatt, in der sich Otto Normalbürger und Ausgegrenzte, Junge und Alte, Verkäufer und Käufer gleichermaßen treffen.
Kontakt: Straßenkreuzer-Büro Telefon 459 76 36 oder E-Mail post(an)strassenkreuzer.info


Mit Ihrer Hilfe können wir rechnen

Ohne seine Freunde und Förderer wäre der Straßenkreuzer auf vielen Straßen und Plätzen des Großraums sicher nicht so gut in Fahrt: Etwa 50 Frauen und Männer verkaufen seit 13 Jahren das Sozialmagazin.

Danke, dass Sie unser Projekt in den letzten Wochen mit Ihrer Spende unterstützt haben!

Kurt Böhm, Nürnberg; Maria + Horst Ender, Oberasbach; Anita und Uwe Grüner; Eva Haar, Nürnberg; Anna Heigl, Nürnberg; Helmut Klein, Nürnberg; Sabine + Wolfgang Klenk, Nürnberg; H. + W. Kriesche, Nürnberg; Felix Leikauf, Nürnberg; Nina + Herbert Mackert, Leipzig; Dr. Gerhard Müller, Nürnberg, Andreas Obermeyer; Bernhard Ruider, Feucht; Gertrud + Peter Trost, Oberasbach; Inge Weiß, Herzogenaurach; Barbara Winter, Nürnberg
Dauer-Spender: Annelie Dörfler; Wolfgang Ehras; E. + U. Ernst; Klaus Geißdörfer, Hilpoltstein; Marianne Jonatat, Ulrich Jung, Nürnberg; Susanne Worbs, Nürnberg

Bei Mitgliedsbeiträgen und Spenden bis 200 Euro gilt als Nachweis beim Finanzamt der Einzahlungsbeleg bzw. die Buchungsbestätigung. Wenn sie jedoch trotzdem eine Spendenbescheinigung wünschen, dann teilen Sie uns dies bitte mit. Spendenkonto: LIGA Spar- und Kreditgenossenschaft eG, Kto. 105 119 332, BLZ 750 903 00. Bitte weisen Sie darauf hin, wenn Ihre Spende nicht veröffentlicht werden soll.


Die Wärmestube braucht

Einwegrasierer, Klopapier, Kaffeelöffel, Kaffee, Milch Zucker, Hunde- und Katzenfutter.
Bitte beachten: Die Wärmestube kann leider keine Spenden abholen.
Wenn Sie helfen können, nehmen Sie bitte mit der Wärmestube Kontakt auf: Ökumenische Wärmestube, Köhnstr. 3, 90478 Nürnberg, Tel. 0911 443962, Öffnungszeiten: Mi 10–14 Uhr; Di, Do, Fr 10–17 Uhr; Sa, So 9.15–17 Uhr.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Vormund sucht Mietwohnungen

Dagmar Gerhard ist Vormund von jugendlichen Flüchtlingen, die ohne Eltern in Deutschland angekommen sind. In Nürnberg und Fürth werden sie zunächst in Jugendwohngruppen pädagogisch betreut, lernen die deutsche Sprache und die Kulturtechniken unserer europäischen Gesellschaft. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag sollen sie in eine eigene Wohnung umziehen und sich auf die Selbständigkeit vorbereiten. Die meisten der jungen Flüchtlinge kommen aus dem Irak – Kurden, Jesiden, Christen – die dort verfolgt und bedroht werden. Die Mietkosten für die Wohnung werden entweder vom Jugendamt, vom Sozialamt oder von der ARGE übernommen.
Wer den jungen Menschen bei der Integration in unsere Gesellschaft helfen will und eine Ein-Zimmer-Wohnung zum Mieten anbieten kann, wende sich bitte an Dagmar Gerhard, Tel. 0911/ 2398-5340


Die Sparda-Bank unterstützt Stadtführer Carlo Schnabel

Carlo Schnabel, seit Januar 2009 beim Straßenkreuzer angestellt, führt Interessierte an Orte von Armut und Ausgegrenztsein – von der Wärmestube über die Straßenambulanz bis hin zur Notschlafstelle. Dabei berichtet er auch von seiner eigenen Vergangenheit am Rand der Gesellschaft. Das Projekt, das sich „Schicht-Wechsel“ nennt und das Carlo gemeinsam mit seinem Kollegen Bertram Sachs anbietet, kann nun dank dem Engagement der Sparda-Bank Nürnberg ein weiteres Jahr fortgesetzt werden. Die Genossenschaftsbank unterstützt die Festanstellung von Carlo Schnabel mit einer Spende in Höhe von 2.500 Euro. Stefan Schindler, Vorstandsmitglied der Sparda-Bank Nürnberg, erläutert die Hintergründe der Spende: „Der Straßenkreuzer leistet seit vielen Jahren eine hervorragende Arbeit für die sozialen Randgruppen unserer Gesellschaft. Der Verein und sein Projekt ‚Schicht-Wechsel’ beachtet neben der sozialen Komponente auch den Aspekt der Nachhaltigkeit. Die Mitarbeiter erhalten durch die Straßenführungen eine feste Anstellung und können ihre Erfahrungen aktiv mit einbringen. Diesen Einsatz möchten wir mit unserer Spende würdigen.“


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Straßenkreuzer e.V.
Glockenhofstraße 45
90478 Nürnberg
Telefon 0911 / 4 59 76 36
post(an)strassenkreuzer.info


Mit freundlicher Unterstützung durch:

www.gillitzer.net
www.zeigwerk.de

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